Es ist Faschingszeit! So clever feiern Sachsens Karnevalisten

Dresden - Bütten-Reden, Schunkel-Lieder, bunte Kostüme: Sachsen ist mittendrin im Fasching.

In diesem Jahr läuft die fünfte Jahreszeit so ganz anders als gewohnt, doch "wir lassen uns nicht unterkriegen", sagt Michael Thiele (63) vom Dresdner Carneval-Club.
In diesem Jahr läuft die fünfte Jahreszeit so ganz anders als gewohnt, doch "wir lassen uns nicht unterkriegen", sagt Michael Thiele (63) vom Dresdner Carneval-Club.  © privat

Eigentlich. Doch in diesem Jahr läuft die fünfte Jahreszeit ganz anders als gewohnt: An Saal-Fastnacht, Bützchen und Karnevalsumzüge ist in Corona-Zeiten nicht zu denken.

"Wir lassen uns nicht unterkriegen", sagt Michael Thiele (63) vom Dresdner Carneval-Club (DDC).

Schon seit Beginn der Kampagne am 11.11. posten die Karnevalisten Videos - mit Sketchen, Gardetänzen und Co. - auf YouTube.

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"Wir haben etliche Klicks", so Thiele weiter. "Rosenmontag zeigen wir dann Ausschnitte unserer Jubiläumsfeier aus dem letzten Jahr."

Parallel haben die Narren eine Spendenaktion im Netz (99Funken.de) gestartet.


Prunksitzung in der Küche, Fahnen am Fenster

Und hoch das Bein! Bilder wie diese gibt es dieses Jahr zwar nicht, doch die Karnevalisten haben sich einiges einfallen lassen, um dennoch die fünfte Jahreszeit zu genießen.
Und hoch das Bein! Bilder wie diese gibt es dieses Jahr zwar nicht, doch die Karnevalisten haben sich einiges einfallen lassen, um dennoch die fünfte Jahreszeit zu genießen.  © Sebastian Willnow/ Dpa

Auch die Narren des Carneval-Clubs Radeburg haben sich etwas einfallen lassen: Sie sorgten bereits im Voraus mit einer virtuellen Prunksitzung mit aktuellen Einspielern und Ausschnitten aus der Vergangenheit für Stimmung.

"Ich habe die Sitzung aus meiner Küche heraus moderiert", lacht Vereinschef Olaf Häßlich (56). "Das Video werden wir in den nächsten Tagen nochmal online stellen. Auf diese Weise können alle Corona-konform feiern."

Die legendären Faschings-Umzüge ersetzt das alles nicht. Und das brachte Mathias Glaab (53) vom Karnevalsverein Wittichenau auf eine Idee: "Wir haben die Menschen gebeten, dass sie ihre Häuser Rosenmontag schmücken, Fahnen heraushängen. Wie sonst auch immer", so Glaab.

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"Auf diese Weise wollen wir signalisieren, dass unser Fasching nur ruht - und nicht beerdigt ist..."

Titelfoto: privat

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