Hilfe für junge Bewohner: Gorbitz fordert ein Rathaus-Konzept

Dresden - Die Kinder- und Jugendhilfe in Gorbitz steht nach den Lockdowns vor großen Herausforderungen.

Bürgermeister Jan Donhauser (52, l.) beim Gespräch mit Sozialarbeiter Sören Bär (46) im Familientreff "Puzzle" in Gorbitz.
Bürgermeister Jan Donhauser (52, l.) beim Gespräch mit Sozialarbeiter Sören Bär (46) im Familientreff "Puzzle" in Gorbitz.  © Christian Juppe

In dem Dresdner Stadtteil sind besonders viele Bewohner auf Hilfe angewiesen. Für sie soll jetzt ein neues Konzept her.

Sozialarbeiter Sören Bär (46) sieht Gorbitz als "das dynamischste Wohngebiet Dresdens". In den vergangenen Jahren habe dort der Anteil an Migranten enorm zugenommen, 13 Prozent der Kinder bekämen eine Förderschul-Empfehlung.

Im Familientreff "Puzzle" auf der Harthaer Straße bietet der Sozialarbeiter den Kindern und ihren Eltern einen Anlaufpunkt. Doch er vermisst eine Problemlösungs-Strategie vonseiten der Stadt. "Wir brauchen ein Konzept, wie wir solche Stadtteile entwickeln wollen."

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Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (52, CDU) machte sich Donnerstag ein Bild vor Ort. Er erkennt den Ernst der Lage: "Wir müssen mehr in Gorbitz, Johannstadt und Prohlis investieren als bisher."

Dazu seien auch die kürzlich zugesagten Fördermittel vom Land hilfreich.

Demnach soll die Jugendpauschale je Kommune von 13,4 Millionen (2020) auf 15 Millionen Euro (2022) steigen.

Titelfoto: Christian Juppe

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