In diesem Jahr bleibt der Vorhang zu: Städtische Kultureinrichtungen bis 9. Januar dicht

Dresden - Nun steht es fest: Theateraufführungen und Konzerte wird es auf städtischen Bühnen in diesem Jahr nicht mehr geben. Die Staatstheater hatten mit einer Verlängerung ihrer bis 12. Dezember vorgesehenen Spielzeitpause bis zum 9. Januar vorgelegt, die städtischen Kultureinrichtungen ziehen nun nach.

Stille auf Dresdens Bühnen: Der Theatervorhang wird sich vor dem 9. Januar nicht mehr heben.
Stille auf Dresdens Bühnen: Der Theatervorhang wird sich vor dem 9. Januar nicht mehr heben.  © Panther Media / Markus Pfaff

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Stadt Leipzig die Schließzeit ihrer großen Häuser, die nach aktueller Corona-Notfall-Verordnung landesweit bis vorerst 12. Dezember gilt, eigenständig bis zum 9. Januar verlängert.

Dass auch Dresden diesem Beispiel folgen würde, hatte in der Luft gelegen. Und tatsächlich: Schon am Mittwoch teilten die Sächsischen Staatstheater mit, dass auch Semperoper wie Staatsschauspiel ihre Spielzeitpause bis zum 9. Januar 2022 verlängern werden.

Damit reagierten die beiden Häuser laut einer gemeinsamen Erklärung "auf die weiterhin alarmierende pandemische Lage" sowie mit Blick auf die umfangreichen Planungsprozesse der Bühnenbetriebe. Bereits gekaufte Karten werden erstattet.

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Die städtischen Kultureinrichtungen ziehen nun nach.

Das sagte Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (44, Linke) TAG24.

Am 9. Dezember wird über Verlängerung der Wellenbrecher-Maßnahmen beraten

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (44, Linke).
Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (44, Linke).  © Thomas Türpe

In einer Schaltkonferenz mit allen Intendanten unter Beteiligung von Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU) hätte man sich noch am Mittwochabend auf dieses Vorgehen geeinigt.

Klepsch: "Wir alle wissen, dass wir in diesem Jahr nicht mehr öffnen dürfen."

Zuvor kommt man so dem Freistaat, der voraussichtlich am 9. Dezember über die Fortdauer der aktuell geltenden Wellenbrecher-Maßnahmen entscheiden will. Nun lautet die Absprache: Auch die städtischen Bühnen und Konzerthäuser Dresdens bleiben bis zum 9. Januar geschlossen.

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Anfang des Jahres wolle man in Abstimmung mit der Staatsregierung eine stufenweise Wiedereröffnung einleiten.

"Dann unter 2G-Plus-Bedingungen", so Klepsch. Trotz der bitteren Entscheidung äußerte die Kulturbürgermeisterin großen Respekt gegenüber dem Ministerpräsidenten, "dass er sich so viel Zeit für uns nimmt".

Klepsch betonte auch, dass die beschlossene Regelung zunächst die städtischen Theater und Orchester betreffe.

Titelfoto: Panther Media / Markus Pfaff

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