Jugendweihen verschoben: Aus Kindern werden Leute, bloß etwas später

Dresden - Jugendweihen, Konfirmationen und Firmungen werden traditionell im Frühjahr gefeiert. 2020 wird damit gebrochen werden müssen.

Müssen derzeit nach hinten verschoben werden: Die Jugendfeiern im Freistaat. Etwa 3 400 Jugendliche sind betroffen
Müssen derzeit nach hinten verschoben werden: Die Jugendfeiern im Freistaat. Etwa 3 400 Jugendliche sind betroffen  © Sächsischer Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe e.V./PR

"Wir haben alle Jugendweihen bis einschließlich 10. Mai auf spätere Termine bis September und notfalls Oktober verlegt", sagt Carla Hentschel vom Sächsischen Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe. 

Der humanistische Verein "fährt auf Sicht" bei der Planung. Hentschel: "Ziel ist es, alle Jugendweihefeiern 2020 stattfinden zu lassen." Feierstunden in Ferien schließt sie aus.

4700 Teenager wollten in diesem Jahr zwischen Palmsonntag und Pfingsten mit der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche (EVLKS) ihr Bekenntnis zum Glauben feiern. 

EVLKS-Sprecher Matthias Oelke stellt fest: "Die klassischen Termine stehen alle auf der Kippe. Konfirmations-Gottesdienste sind gegenwärtig nicht denkbar." 

Neue Termine liegen vermutlich im zweiten Halbjahr

Wann die Konfirmationen nun durchgeführt werden, liegt im Ermessen der jeweiligen Kirchgemeinden. Oelke blickt nach vorn: "Frühherbst oder Spätsommer wäre denkbar."

Firmungen sollte es in diesen Wochen für rund 600 Jugendliche im Bistum Dresden-Meißen geben. "Sie wurden alle verschoben", sagt Bistumssprecher Michael Baudisch. 

Voraussichtlich finden sie nun in der zweiten Jahreshälfte statt. 

Dann werden ausnahmsweise nicht nur der Bischof, sondern auch Dekane die Sakramente geben. 

Titelfoto: Sächsischer Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe e.V./PR

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