Trotz Corona: Dresdens Städte-Freundschaften funktionieren weiter

Dresden - Dresden hat Freunde in aller Welt. Doch Pandemie und Kontaktbeschränkungen machen persönliche Treffen und Begegnungen zwischen der Landeshauptstadt und ihren Partnerstädten unmöglich. Kontakt ist nur am Telefon oder online möglich. Wie hält eine Freundschaft das aus?
Dresdens OB Dirk Hilbert (49, FDP) kann mit den anderen Stadtoberhäuptern nur virtuell kommunizieren.
Dresdens OB Dirk Hilbert (49, FDP) kann mit den anderen Stadtoberhäuptern nur virtuell kommunizieren.  © Thomas Türpe

Städtepartnerschaften haben eine lange und gute Tradition. Dresden pflegt insgesamt 13 intensive Freundschaften zu Städten in Asien, Europa, Afrika und Amerika - teils seit Jahrzehnten. Jede dieser Beziehungen hat eine ganz eigene Bedeutung und Geschichte.

Während sie nach dem Zweiten Weltkrieg Möglichkeit zur Versöhnung boten, profitieren die Partnerstädte heute von Schüler- und Jugendbegegnungen sowie Kooperationen von Wirtschaft, Politik und Verwaltung.

Auch wenn die Mühlen derzeit langsamer mahlen, die Freundschaft zwischen den Städten wird aufrechterhalten: "Auch weiterhin pflegen wir intensive Kontakte", heißt es aus der Abteilung Europäische und Internationale Angelegenheiten im Dresdner Rathaus.

Derzeit beschränke man sich aufs Telefonieren oder virtuellen Kontakt via Videokonferenz, Grußbotschaften oder eben mit süßen Grüßen: Zu Weihnachten versendete Dresden Christstollen in sämtliche europäische Partnerstädte.

Die Dresdner Hilfsorganisation arche noVa e. V. sanierte zwei Schulen in Brazzaville.
Die Dresdner Hilfsorganisation arche noVa e. V. sanierte zwei Schulen in Brazzaville.  © Markus Weinberg
Auch in der Krise Seite an Seite: Brazzaville erhielt Sach- und Geldspenden in den Kongo.
Auch in der Krise Seite an Seite: Brazzaville erhielt Sach- und Geldspenden in den Kongo.  © Markus Weinberg/ PR
Spenden aus China: Hangzhou hatte vergangenen April mehrere Tausend Atemschutzmasken nach Dresden geschickt.
Spenden aus China: Hangzhou hatte vergangenen April mehrere Tausend Atemschutzmasken nach Dresden geschickt.  © Holm Helis
St. Petersburg und Dresden: Diese Partnerschaft begann 1961.
St. Petersburg und Dresden: Diese Partnerschaft begann 1961.  © Delphine Poggianti

2021 Konzentration auf die drei Städtepartnerschaftsjubiläen

Ostrava feiert dieses Jahr 50. Jubiläum mit Dresden.
Ostrava feiert dieses Jahr 50. Jubiläum mit Dresden.  © imago images/CTK Photo

Eine wahre Freundschaft macht eine gesunde Balance zwischen Geben und Nehmen aus - sich auch in schweren Zeiten zur Seite stehen und Gesten der Verbundenheit zeigen.

Das gilt auch für Städtepartnerschaften: Während der ersten Corona-Welle im April 2020 hatte Dresden 10.000 FFP2-Masken aus der chinesischen Partnerstadt Hangzhou erhalten.

Auch andersherum wird ein Schuh draus: Im Juli vergangenen Jahres half Dresden seiner Partnerstadt Brazzaville im Kongo durch die Krise. Über das World Food Programm wurden 50.000 Euro zur Verfügung gestellt. Außerdem wurden medizinische Hilfsgüter für das örtliche Uniklinikum im Wert von 32.000 Euro geliefert.

Für 2021 gilt erst einmal: "Wir konzentrieren uns auf die drei Städtepartnerschaftsjubiläen: 60 Jahre mit St. Petersburg, 50 Jahre mit Ostrava, 30 Jahre mit Salzburg", so das Rathaus.

Dresdens Partnerstädte sind außerdem: Coventry (Großbritannien), Breslau (Polen), Skopje (Makedonien), Florenz (Italien), Hamburg, Rotterdam (Niederlande), Straßburg (Frankreich), und Columbus/Ohio (USA).

Titelfoto: imago images/CTK Photo/Thomas Türpe

Mehr zum Thema Dresden Kultur & Leute:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0