Mit Aliens, Werwölfen und Zeitreisen: Stadtmuseum wird zur großen Spielwiese

Dresden - Das Dresdner Stadtmuseum wird ab dem heutigen Samstag zur Spielwiese. In der neuen Sonderausstellung "Let´s play! Dem Spiel auf der Spur" geht es nämlich nicht nur darum, herauszufinden, was das Phänomen "Spielen" eigentlich ausmacht. Die Ausstellung selbst ist auch ein großes Spiel. Zuerst durfte das am Freitag eine 7. Klasse des Kreuzgymnasiums testen.

Das Spiel "Murmelquiz" von Maria (12) und Luna (12, r.) ist als eines der ersten in der Ausstellung zu sehen.
Das Spiel "Murmelquiz" von Maria (12) und Luna (12, r.) ist als eines der ersten in der Ausstellung zu sehen.  © Petra Hornig

Deren Schüler sind in einem Projekt zu Spieleentwicklern geworden. Herausgekommen sind 14 Brettspiele mit Dresden-Bezug, die in der Ausstellung abwechselnd zu sehen sind.

Der Einfallsreichtum der Gymnasiasten reichte dabei vom "Alienbesuch" über eine "Verfolgungsjagd" von Dieben, Hausbewohnern und Polizei durch Dresden bis zur Bedrohung durch Werwölfe.

Die drei besten Spiele "Murmelquiz", "Dresden entdecken mit Heißluftballon" und "Zeitreise" werden digitalisiert und können von den Besuchern nicht nur angeschaut, sondern auch gespielt werden.

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Und nicht nur die. An der Kasse bekommen Besucher nämlich einen Spielchip, mit dem sie sich an einem Terminal anmelden und eine Figur erstellen können.

Mit dem Chip geht man durch sieben "Level" der Ausstellung. In denen können Exponate aus den vergangenen 120 Jahren bestaunt und eigens entwickelte Spiele ausprobiert werden. Am Ende wirft man den Chip in einen Schlitz und sieht die dabei gesammelten Punkte im Besucher-Highscore.

Elisa (13, l.) und Elisa (12) haben das Spiel "Dresden entdecken mit Heißluftballon" erfunden.
Elisa (13, l.) und Elisa (12) haben das Spiel "Dresden entdecken mit Heißluftballon" erfunden.  © Petra Hornig
Klassisches Steckhalma wird in der neuen Ausstellung auch vorgestellt.
Klassisches Steckhalma wird in der neuen Ausstellung auch vorgestellt.  © Petra Hornig
Museumsdirektorin Christina Ludwig (33) vor dem Banner zur Ausstellung, dessen Gestaltung vom beliebten Spiel "Schwedisches Steckhalma" inspiriert ist.
Museumsdirektorin Christina Ludwig (33) vor dem Banner zur Ausstellung, dessen Gestaltung vom beliebten Spiel "Schwedisches Steckhalma" inspiriert ist.  © Petra Hornig

"Wir wollen Besucher sehen, die etwas machen, kommunizieren, interagieren. Dafür ist das Thema Spiel perfekt", sagt Direktorin Christina Ludwig (33), die sich so das Museum der Zukunft vorstellt. Dafür arbeitet das Haus auch mit der TU Dresden zusammen, die sich dem Thema aus wissenschaftlicher Perspektive widmet.

Die Ausstellung ist bis Mai zu sehen.

Titelfoto: Montage: Petra Hornig (2)

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