Rettung für die Waldpark-Kunst: Steinschlange kommt vielleicht ins Museum

Dresden - Zehntausende meist von Kindern bunt bemalte "Corona-Steine" schmücken die ganze Stadt. Die Steinschlange im (kommunalen) Waldpark Blasewitz muss weg, weil die Stadt dort Mäharbeiten durchführen will (TAG24 berichtete). Das Rathaus wollte sie herzlos "entsorgen". Das ist nun vom Tisch.

Holzkünstler Johann Kral (29) möchte die Steinschlange retten.
Holzkünstler Johann Kral (29) möchte die Steinschlange retten.  © Amac Garbe

Nachdem auch die Dresdner Morgenpost über die Pläne der Stadt berichtet hatte, war der Aufschrei groß. 

Freie Wähler und FDP setzten sich für den Erhalt der Steinschlange ein. Jetzt steht fest: Die Blasewitzer Steine werden zu Kunst und landen zudem womöglich im Museum und im Archiv.

Künstler und Holzbildhauermeister Johann Kral (29) will die bemalten Steine für ein Kunstprojekt einsammeln. 

Den Segen der Stadt hat er mittlerweile. 

Steine müssen in zwei Wochen weg

Die Corona-Steine aus Blasewitz werden zur Kunst und sollen ins Museum kommen.
Die Corona-Steine aus Blasewitz werden zur Kunst und sollen ins Museum kommen.  © Amac Garbe

"Die Arbeit soll auf jeden Fall eine Kombination von Steinen und Holz werden. Und ich würde mich freuen, wenn das Ergebnis einen Platz findet, an dem viele Menschen das Kunstwerk sehen könnten", sagt er.

Geist und Gedanke der Steinschlange sollen in seinem Kunstprojekt weiterleben.

Zudem lässt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (42, Linke) prüfen, inwieweit einzelne Steine als Erinnerung an die Auseinandersetzung der Dresdner mit dem Corona-Lockdown in Museum oder Archiv kommen könnten. 

Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (42, Linke).
Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (42, Linke).  © Thomas Türpe

Wer seinen Stein dennoch lieber selbst behalten möchte, hat noch bis 30. Juni Zeit, ihn im Waldpark abzuholen.

Titelfoto: Amac Garbe

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