Rittersaal und Poollandschaft: Wieso will niemand dieses Herrenhaus haben?

Wilsdruff - Warum will denn niemand Ritter werden? Das Rittergut Kleinopitz im gleichnamigen Wildsdruffer Ortsteil war jüngst Teil der Versteigerung bei der Sächsischen Grundstücksauktionen, aber keiner gab ein Gebot für das herrschaftliche Anwesen ab.

Katja Müller-Pflugbeil (41) von den Sächsischen Grundstücksauktionen.
Katja Müller-Pflugbeil (41) von den Sächsischen Grundstücksauktionen.  © Steffen Füssel

Und dabei hat es einiges zu bieten! Im Haupthaus gibt's vier Wohnungen, auch der kleine Rittersaal ist noch erhalten, eine Poollandschaft ist ebenfalls vorhanden.

Dazu gibt's noch ein Gästehaus mit einer weiteren Wohnung und mehr als 6000 Quadratmeter Grundstück.

"Leider wurde für das Objekt kein Gebot bei der Auktion abgegeben", sagt Katja Müller-Pflugbeil (41) von den Sächsischen Grundstücksauktionen.

"Somit geht die Suche nach einem neuen Besitzer weiter." Vorerst soll das Rittergut aber nicht erneut in eine Auktion gehen.

"Es bleibt in unserem Portfolio, Interessenten können sich zum Mindestgebotspreis bei uns melden." Der beläuft sich auf 698.000 Euro.

Das Rittergut in Kleinopitz ist bei der letzten Grundstücksauktion nicht unter den Hammer gekommen. Niemand gab ein Gebot für das Anwesen ab.
Das Rittergut in Kleinopitz ist bei der letzten Grundstücksauktion nicht unter den Hammer gekommen. Niemand gab ein Gebot für das Anwesen ab.  © Holm Helis
Der Rittersaal ist rund 60 Quadratmeter groß und wartet auf eine neue Nutzung.
Der Rittersaal ist rund 60 Quadratmeter groß und wartet auf eine neue Nutzung.  © Sächsische Grundstücksauktionen AG

Im 14. Jahrhundert wurde das Rittergut erstmals erwähnt. Die Geschichte des Anwesens ist wechselhaft, immer wieder gab es neue Besitzer.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es von der Sowjetarmee genutzt.

Titelfoto: Holm Helis

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