"Rotkopf Görg": Freital hat jetzt sagenhaftes Bier, doch eine Sache fehlt noch

Freital - Man nehme einen Bier-Liebhaber mit Sinn fürs eigene Rezept und einem Faible für die heimische Sagenwelt - et voilà, schon hat man ein eigenes Bier für Freital, das nach der berühmtesten Mythengestalt der Stadt benannt ist.

Bier-Erfinder und Getränkehändler Alexander Frenzel (37) sucht noch das passende Etikett für sein "Rotkopf Görg"-Bier.
Bier-Erfinder und Getränkehändler Alexander Frenzel (37) sucht noch das passende Etikett für sein "Rotkopf Görg"-Bier.  © Egberth Kamprath

"Rotkopf Görg" heißt das Bier, das Getränkehändler Alexander Frenzel (37) entwickelt hat. "Ich lasse es nach meinem eigenen Rezept brauen und abfüllen. Es ist ein Rotbier, auch Red Lager genannt, und hat mich dadurch an den Rotkopf Görg erinnert. So kam ich auf den Namen."

Aber noch wird's das Bier vorerst nicht zu kaufen geben, denn ein entscheidendes Detail fehlt: das Etikett. "Ich habe mir schon einige Entwürfe anfertigen lassen, aber das Richtige war noch nicht dabei", sagt Frenzel.

Deshalb lässt er jetzt kurzerhand die Freitaler selbst ran. "Ein kleiner Wettbewerb bringt uns vielleicht das passende Label", so Frenzel. Auf dem Etikett sollen natürlich die Sagengestalt selbst, der Schriftzug "Windberg-Brauerei" und eine Eule zu sehen sein.

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"Der Rest bleibt dem Designer selbst überlassen. Jeder kann mitmachen und seine Idee einreichen. Ganz gleich, ob schon fertig entworfen oder erstmal nur als Text mit einer Beschreibung der Vorstellung."

Der Siegerentwurf wird prämiert. "Wir haben erstmal eine Prämie von 100 Euro ausgelobt. Aber wir werden sehen, vielleicht springt am Ende auch noch mehr heraus", so Frenzel. Seine Idee bei dem Wettbewerb: "Ein Etikett, das von Freitalern selbst gestaltet wurde, damit es wirklich authentisch wird."

Bis Ende Januar noch nimmt er Vorschläge an. Entweder direkt im Getränkehandel Mierisch in Freital oder unter windberg.brauerei@gmail.com.

Darum geht's in der Rotkopf-Saga

Die lebensgroße Statue im Garten von Schloß Burgk erinnert an die Freitaler Sagengestalt.
Die lebensgroße Statue im Garten von Schloß Burgk erinnert an die Freitaler Sagengestalt.  © Holm Helis

Die Sagengestalt soll vor vielen Jahrhunderten in Freital gelebt und sein Geld als Geiger verdient haben.

Eines Abends, auf dem Heimweg, wurde er von einem kleinen Berggeist abgepasst und in ein Zauberschloss gebracht. Dort musste Rotkopf Görg Tanzmusik spielen. Als Lohn bekam er von den Zwergen glühende Kohlen.

Wieder zu Hause, war der Musikant enttäuscht von seinem Lohn und kippte die Kohlen hinter sein Haus. Erst am nächsten Morgen merkte er, dass die Kohlen Goldstücke waren.

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Doch als er sie aufsammeln wollte, waren sie schon zu Asche zerfallen.

Titelfoto: Egberth Kamprath

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