Was hätte wohl August der Starke dazu gesagt? Virtuelle Reise am Dresdner Zwinger

Dresden - Was hätte wohl August der Starke dazu gesagt? Sein weltberühmter "Zwinger" in Dresden ist um eine Neuerung reicher. Mit knapp zwei Jahren Verspätung öffnete dort die Schau "Zwinger Xperience - Macht. Epochen. Dimensionen. Eine Zeitreise" am Mittwoch seine Pforten.

Ein Teil ist Augusts Orangerie gewidmet.
Ein Teil ist Augusts Orangerie gewidmet.  © Eric Münch

Die Hightech-Ausstellung am historischen Ort (Französischer Pavillon) lädt die Besucher zu einer virtuellen Zeitreise in das Bauwerk des Hofarchitekten Matthäus Daniel Pöppelmann (1662-1736).

Kopfhörer auf und los geht's:

Nach einem kurzen Überblick zur Architektur, Festkultur und zur Orangerie an Hör-Stationen, an denen der Besucher Persönlichkeiten wie August den Starken (1670-1733) oder Pöppelmann trifft, folgt das "große Kino" in 3-D.

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Für die gefühlt schwebend erlebten Eindrücke zur Zwinger-Geschichte - projiziert auf Riesen-Leinwände - braucht der Besucher ob der Reizüberflutung gute Nerven.

Festkultur in 3-D.
Festkultur in 3-D.  © Eric Münch
Das Gefühl des Schwebens bedarf guter Nerven.
Das Gefühl des Schwebens bedarf guter Nerven.  © Eric Münch
Festkultur in 3-D.
Festkultur in 3-D.  © Eric Münch

Schlösserlandchef Striefler: "Bislang innovativste Projekt"

"Zwinger Xperience" lädt am historischen Ort zur Zeitreise ein.
"Zwinger Xperience" lädt am historischen Ort zur Zeitreise ein.  © Eric Münch

In weiteren Sphären geht es in die Orangerie Augusts und zur Hochzeitsparty seines Sohnes 1719. Schnell erreicht ist der letzte Raum, der zur Radtour lädt. Ausgestattet mit 3-D-Brille radelt der Betrachter durch den Zwinger und bekommt einen Einblick in die vielen großen Pläne für das Bauwerk, die nie verwirklicht wurden.

Kaum eingetaucht, ist die Show nach etwa 30 Minuten beendet, konzipiert für Besucher mit wenig Zeit und dem Anspruch, unterhalten zu werden. "Es ist das bislang innovativste Projekt", sagt Schlösserland-Chef Christian Striefler (58) über die neue Show, für die knapp vier Kilometer Strom und Datenkabel verlegt werden mussten.

Kosten der Ausstellung und des Ausbaus des Französischen Pavillons samt Bogengalerie: 17,3 Millionen Euro. Eintritt: 10 Euro/erm. 8 Euro.

Titelfoto: Eric Münch

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