Wunderbarer Spielort unter freiem Himmel: Puppenspiel in Dresdens kleinstem Theater

Dresden - Er ist der "Intendant" des kleinsten Theaters von Dresden: Puppenspieler Jörg Bretschneider (62). In "sein" Sonnenhäusel im Großen Garten passt nur eine kleine Bühne - die Zuschauer sitzen unter freiem Himmel, beschattet von alten Bäumen.

Mit Lachen und Ausrufen begleiten die Kinder die Vorstellung im Sonnenhäusel, das in den 50er-Jahren als Puppenbühne im Großen Garten gebaut wurde.
Mit Lachen und Ausrufen begleiten die Kinder die Vorstellung im Sonnenhäusel, das in den 50er-Jahren als Puppenbühne im Großen Garten gebaut wurde.  © Steffen Füssel

"Es ist ein wunderbarer Spielort", schwärmt Bretschneider. Diese Woche hat er die Saison eröffnet, mit der Geschichte "Der kleine Angsthase" für Knirpse ab vier Jahren.

Die Jungs und Mädchen sind so bei der Sache, dass ihr Lachen und ihre Rufe fast bis zur Hauptallee zu hören sind. "Ich merke schon, dass den Kindern diese Erlebniswelt in der Pandemie gefehlt hat. Viele Kindergartengruppen holen das jetzt nach."

Bis 2. September stehen 13 verschiedene Stücke (darunter auch Kabarett für Erwachsene) auf dem Spielplan - allesamt inszeniert von Bretschneider, aber zum Leben erweckt werden die Geschichten auch von Puppenspielerin Bianca Heuser (48) und Bretschneiders Tochter Marie (35).

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Absoluter Publikumsliebling: "Ein Feuerwerk für den Fuchs mit Pettersson und Findus" - "das habe ich schon über 400-mal gespielt", so Bretschneider.

Puppenspieler Jörg Bretschneider (62) mit seinen Angsthasen-Handpuppen.
Puppenspieler Jörg Bretschneider (62) mit seinen Angsthasen-Handpuppen.  © Steffen Füssel

Manchmal geht etwas schief

Für jedes Stück hat Jörg Bretschneider (62) eine extra Spiel-Kulisse.
Für jedes Stück hat Jörg Bretschneider (62) eine extra Spiel-Kulisse.  © Steffen Füssel

Seit 1998 ist das Sonnenhäusel Bretschneiders Lieblings-Sommerbühne. Doch im Laufe seiner Karriere hat er nicht nur im deutschsprachigen Raum seine über 200 Hand- und Mimikpuppen, Tischmarionetten, Schatten- und Flachfiguren mit auf Reisen genommen.

"Ich war schon bei vielen Festivals, unter anderem in Dänemark, Finnland, Italien und Mexiko. Dort versuche ich, textarme Stücke in Originalsprache zu spielen." Das klappt nicht immer.

"In Mexiko sollte ich vor 600 Kindern spielen. Peter und der Wolf. Ich hatte mir zur Sicherheit Spickzettel an die Kulisse geklebt - nur leider die Lesebrille vergessen", lacht Bretschneider. Das kann ihm in Dresden nicht passieren!

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Infos/Programm unter: dresdner-figurentheater.de Tickets: 5 Euro.

Titelfoto: Steffen Füssel

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