Zoodirektor begeistert: Neun von zehn Besuchern spendeten für den Artenschutz

Dresden - Neun von zehn Besuchern des Dresdner Zoos haben für den Artenschutz gespendet. Der Zoo verteilt nun das eingenommene Geld an Projekte.

Auch ein Pinguinprojekt erhielt Geld aus Dresden.
Auch ein Pinguinprojekt erhielt Geld aus Dresden.  © Thomas Türpe

343.000 Euro nahm der Zoo im Vorjahr mit dem seit Dezember 2018 gestarteten Artenschutz-Projekt ein. Das Geld fließt in verschiedene Schutzprojekte weltweit. Doch auch im Osterzgebirge - vor den Toren des Zoos - freuen sich Naturschützer über Zuwendungen.

"Ich danke den Besuchern, es ist viel mehr zusammengekommen, als ich erwartet hätte", freut sich Zoodirektor Karl-Heinz Ukena (49). Der Artenschutz-Euro wird mit dem Eintrittspreis gezahlt, die Abgabe aber ist freiwillig. Doch neun von zehn zahlenden Gästen beteiligen sich.

Eine Viertelmillion Euro hat der Zoo bereits verteilt. Einen Scheck über 10.000 Euro erhielt am gestrigen Montag das Bergwiesenprojekt im Osterzgebirge. Leiter Holger Menzer (64) kämpft seit 20 Jahren für den Vogelschutz und die Bergwiesen auf 3000 Hektar. 

Neben seltenen Vogelarten, Schmetterlingen und Insekten sind dort auch besondere Pflanzen wie Orchideen zu bewundern.

Zwölf Projekte profitierten vom Artenschutz-Euro, beispielsweise der "Snow Leopard Trust" (Asien) und "Sphenisco" (Chile), der sich um den Schutz der Humboldt-Pinguine kümmert. Unterstützt werden Arten, die auch im Dresdner Zoo leben.

In diesem Jahr werden wohl weniger Spenden zusammenkommen. "Durch Corona sind uns 150.000 Besucher verloren gegangen", so Ukena. 

Titelfoto: Thomas Türpe

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