Kunstaktion zum 13. Februar: "Woche der Erinnerung" regt zum Nachdenken an

Dresden - Mit einer "Woche der Erinnerung" fordern Dresdner Kultureinrichtungen bis zum Gedenktag an die Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg zur Reflexion des Geschehens auf.

Ein Kunstprojekt der Initiative Weltoffenes Dresden #WOD mit einem Motiv des Streetartkünstler Lars P. Krause steht auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche im Schnee.
Ein Kunstprojekt der Initiative Weltoffenes Dresden #WOD mit einem Motiv des Streetartkünstler Lars P. Krause steht auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche im Schnee.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Unter dem Motto "Morgen = Gestern + Heute" sollen Kunstprojekte in der Stadt und im Internet zur öffentlichen Auseinandersetzung mit den "traumatischen Ereignissen" vom 13. Februar 1945 anregen, sagte Kerstin Weiß von der Initiative Weltoffenes Dresden #WOD am Dienstag.

Es gehe um das Verhältnis von Geschichte, Gegenwart und Zukunft, Formen des Gedenkens und einen Dialog am 76. Jahrestag - trotz Corona-Pandemie.

Auf dem Theaterplatz, der in der NS-Zeit nach Hitler benannt war, erinnern beispielsweise Szenenfotos aus der Semperoper an wichtige Opern wie "Moses und Aron" von Arnold Schönberg sowie Porträts und Biografien an weitere verfemte jüdische Komponisten.

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Die Staatsoperette hat die Namen jüdischer Künstler auf ein Plakat gedruckt, die das Haus in den 20er und 30er Jahren prägten und in der NS-Zeit verfolgt, vertrieben und ermordet wurden.

Für das Deutsche Hygiene Museum hat Streetartkünstler Lars P. Krause zwei Symbole geschaffen: ein geschlossenes Fenster und ein geöffnetes, aus dem eine Friedenstaube fliegt.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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