Ladensterben wegen Corona: Weniger Verkaufsflächen in Dresdner City

Dresden - Die Dresdner Innenstadt verändert sich. Der Siegeszug des Internets, noch verstärkt durch die Lockdowns, lässt reihenweise Händler aufgeben. Zum ersten Mal seit dem Abriss des Centrum-Warenhauses im Jahr 2007 ging demnach die Verkaufsfläche in der City zurück.

In die ehemalige Pfennigpfeiffer-Filiale an der Wallstraße zieht Woolworth ein.
In die ehemalige Pfennigpfeiffer-Filiale an der Wallstraße zieht Woolworth ein.  © Norbert Neumann

Wöhrl zog aus dem großen Kaufhaus an der Prager Straße aus und verkleinerte sich, die Spielaxie verließ genauso wie mehrere Modeanbieter die Altmarkt-Galerie, Pfennigpfeiffer räumte die Wallstraße: Dresden verlor im letzten Jahr rund 10.000 Quadratmeter Handelsfläche. Das ergab eine Anfrage von SPD-Vizechefin Kristin Sturm (35).

Das ist ein Prozent der gesamten Verkaufsfläche der Stadt - aus Sicht dieser ein relativ geringer Wert. Möglich gemacht hat das im Gegenzug das stete Wachstum im Lebensmitteleinzelhandel.

Gleich mehrere Märkte siedelten sich zuletzt neu im Zentrum an. Zudem steht für Pfennigpfeiffer mit Woolworth der Nachmieter schon bereit.

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Grund zur Entwarnung gibt es allerdings aus Sicht des Citymanagements nicht. Dort wird momentan in den letzten Zügen an einer eigenen, noch aktuelleren Studie zur Situation im Zentrum gearbeitet.

Zum ersten Mal seit 2007 ging die Verkaufsfläche in der City zurück.
Zum ersten Mal seit 2007 ging die Verkaufsfläche in der City zurück.  © Norbert Neumann
Citymanagerin Friederike Wachtel (32).
Citymanagerin Friederike Wachtel (32).  © Thomas Türpe

Und: "Wir haben höhere Verlustwerte erfassen müssen", so Citymanagerin Friederike Wachtel (32).

Titelfoto: Norbert Neumann

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