Landtag plant Sondersitzung zu "Querdenken"-Ausschreitungen in Dresden

Dresden - Der sächsische Landtag befasst sich in einer Sondersitzung mit den Geschehnissen bei der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Dresden.

Am Samstag hatten Hunderte Demonstranten in Dresden gegen die Corona-Maßnahmen protestiert.
Am Samstag hatten Hunderte Demonstranten in Dresden gegen die Corona-Maßnahmen protestiert.  © Eric Münch

Wie der Landtag am Montag mitteilte, kommt der Innenausschuss diesen Donnerstag (18. März) zu einer nicht öffentlichen Sitzung zusammen.

Die Linke im Landtag hatte wie angekündigt einen entsprechenden Antrag gestellt. Damit soll der Polizeieinsatz am Samstag in Dresden im Zusammenhang mit der verbotenen Demonstration der "Querdenken"-Bewegung beleuchtet werden.

Grüne und SPD im Landtag hatten die Forderung unterstützt. Die Linke schlug vor, unter anderem Innenminister Roland Wöller (50, CDU) sowie den Landespolizeipräsidenten Horst Kretzschmar zur Sondersitzung einzuladen.

In Dresden hatten sich am Samstag trotz des Verbots einer "Querdenken"-Demonstration Hunderte Kritiker der Corona-Maßnahmen in der Stadt versammelt - zeitweise gerieten die Proteste außer Kontrolle. Zwölf Polizisten wurden verletzt, knapp 50 Straftaten registriert.

Mehrere Landespolitiker warfen der Polizei sowie dem Innenminister vor, die Situation unterschätzt zu haben, und forderten politische Aufarbeitung.

Titelfoto: Eric Münch

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