Leibesvisitation einer alten Dame: Dampfer "Dresden" in der Inspektion

Dresden - Um 11.30 Uhr traf die "Dresden" (Baujahr 1926) am Dienstag auf der Werft in Laubegast ein. Der historische Schaufelraddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt ist in diesem Jahr nach "Meißen", "Diesbar" und "Wehlen" der letzte, der zur "Bauchschau" muss.

Werftleiter Falk Naumann (55) wartet an der Slipanlage auf der Werft auf die "Dresden".
Werftleiter Falk Naumann (55) wartet an der Slipanlage auf der Werft auf die "Dresden".  © Ove Landgraf

Eine Stunde dauerte es, bis die 94-Jährige (rund 300 Tonnen schwer) mit zehn Slipwagen aus dem Wasser an Land gebracht wurde. Der Gutachter wird am Donnerstag eine Bodenuntersuchung durchführen.

Dabei wird die Blechstärke geschallt und geschaut, ob die "Dresden" noch ganz dicht ist. Der erste Blick war vielversprechend: "Sieht gut aus", so Werftleiter Falk Naumann (55).

Jetzt wird der Unterwasserbereich von außen erst einmal sauber gemacht, bevor der Gutachter seine Arbeit beginnt. Erst danach gibt es einen neuen Anstrich mit Spezialfarbe.

Zugleich wird die "Dresden" winterfest gemacht. Dazu werden unter anderem Planen in den Außenbereichen angebracht. Spätestens Anfang Dezember schippert die "Dresden" zurück an das Terrassenufer.

Bootsmann Lucas Ebersbach (23, l.) und Steuermann Christian Geerdes (34) nehmen die Glocke zur Einlagerung ab.
Bootsmann Lucas Ebersbach (23, l.) und Steuermann Christian Geerdes (34) nehmen die Glocke zur Einlagerung ab.  © Ove Landgraf
Dampfer "Dresden" ist der letzte "Patient" zur Bodenuntersuchung in diesem Jahr.
Dampfer "Dresden" ist der letzte "Patient" zur Bodenuntersuchung in diesem Jahr.  © Ove Landgraf

Nicht nur die historischen Schiffe werden untersucht. Anfang nächsten Jahres muss "August der Starke" zur Leibesvisitation. Alle zwei Jahre wird die Bodenuntersuchung durchgeführt.

Titelfoto: Ove Landgraf

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