Letztes Zeugnis der Sophienkirche: Alte Busmannkapelle wieder da

Dresden - Der vierfache Dresdner Bürgermeister Lorenz Busmann (†1407) würde sich freuen: 57 Jahre nach dem SED-Chef Walter Ulbricht (†1973) die Ruine der 1945 schwer beschädigten Sophienkirche abreißen ließ, ist der von der Bürgermeisterfamilie gestiftete Seitenanbau - die Busmannkapelle - in abstrahierter Form wieder aufgebaut worden.

"DenkRaum" im gläsernen Kubus: Die Busmannkapelle ist endlich fertig.
"DenkRaum" im gläsernen Kubus: Die Busmannkapelle ist endlich fertig.  © Norbert Neumann

Der Gedenkort ("DenkRaum") für das einst älteste, gotische Gotteshaus der Stadt wurde gestern feierlich eröffnet.

"Wir freuen uns riesig, dass diese Stätte gelebter und erlebter Geschichte jetzt Realität ist", so Harald Brettschneider (77) von der Bürgerstiftung Dresden.

Der Pfarrer hatte das Projekt ehrenamtliche vorangetrieben. 2010 wurde der Grundstein für die Erinnerungsstätte gelegt. 

Zehn Jahre später führen vier Stelen (statt der Sophienkirchen-Pfeiler) auf dem historischen Grundriss zu der stilisierten Kapelle.

Die Baukosten in Höhe von 4,8 Millionen Euro wurden von Land, Stadt, evangelischer Kirche und aus dem früheren SED-Vermögen finanziert.

Zudem kamen mehr als 300.000 Euro Spenden zusammen.

Titelfoto: Norbert Neumann

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