112 angerufen, und keiner geht ran! Notruf-Panne sorgte in Dresden für Chaos

Dresden - Von dem bundesweiten Notruf-Ausfall war auch Sachsen betroffen. Anrufer aus Dresden und den Landkreisen Meißen und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erreichten am heutigen Donnerstagmorgen eine Stunde lang niemanden unter der Notrufnummer 112.

In der Regionalleitstelle kamen etwa eine Stunde lang keine Notrufe an.
In der Regionalleitstelle kamen etwa eine Stunde lang keine Notrufe an.  © Thomas Türpe

Gnade dem, der dann die Polizei stattdessen rief. Diese war - anders als in anderen Bundesländern - in Sachsen auch weiterhin erreichbar. Über eine Direktleitung informierten die Polizeibeamten die Feuerwehr, wenn Notrufe eingingen.

Das passierte tatsächlich: "Acht Notrufe leitete die Polizei im Zeitraum von 4.34 Uhr bis 5.29 Uhr an die Regionalleitstelle der Feuerwehr weiter", so Feuerwehrsprecher Michael Klahre (42).

Unter den weitergeleiteten Notrufen war auch das brennende Auto in Pieschen. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn auch dieser Polizeiruf nicht funktioniert hätte.

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Der Feuerwehrsprecher geht davon aus, dass während der Unerreichbarkeit niemand hilflos blieb, da um diese Zeit der Notruf kaum frequentiert wird.

Das Problem lag beim Netzbetreiber Telekom. Diese vermeldete am Vormittag, dass die Störung behoben wurde.

Vom Notruf-Ausfall war auch die Leitstelle in Dresden betroffen.
Vom Notruf-Ausfall war auch die Leitstelle in Dresden betroffen.  © Thomas Türpe

Eine Hacker-Attacke war es wohl nicht. Die Telekom sprach von technischen Problemen beim Aufspielen neuer Software.

Titelfoto: Thomas Türpe

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