20 Schuhe hängen an der Albertbrücke: Warum nimmt die Stadt die Treter nicht ab?

Dresden - Nanu, was ist denn an der Albertbrücke los? An einem Signalmast für die Schifffahrt baumeln schon eine ganze Weile zehn Paar zusammengeknotete Schuhe. Die Verwaltung hat es bislang nicht geschafft, sie zu entfernen.

Nicht nur diese zwei Paar hängen an dem Signalmast.
Nicht nur diese zwei Paar hängen an dem Signalmast.  © Steffen Füssel

Bekannt ist das "Phänomen" von Bäumen wie einem Ahorn am Albertplatz, wo bereits Dutzende Paar Schuhe hingen. Warum die Latschen hoch geworfen werden, ist nicht gänzlich klar. Vermutungen gibt's viele.

Einer Legende nach stritt sich einst ein Paar in der Hochzeitsnacht so heftig, dass der Mann ihre Schuhe auf den Baum warf, damit die Braut nicht weglaufen konnte. In New York sollen hängende Schuhe angeblich Grenzen von Drogengebieten markieren. In Flensburg warfen Skater ihre ausgedienten Latschen nach einem Neukauf am Shop über eine dort gespannte Straßenleine.

Fakt ist: Die Schuhe baumeln schon mindestens seit anderthalb Jahren an dem Signalmast der Brücke. Bislang war fürs Rathaus an die Treter kein Herankommen. 

"Sie werden aufgrund des hohen Aufwandes, der damit verbunden wäre, erst beseitigt, wenn wieder einmal Arbeiten an dieser Anlage anfallen", teilt Stadtsprecher Karl Schuricht (60) mit.

Insgesamt zehn Paar befinden sich an der Albertbrücke.
Insgesamt zehn Paar befinden sich an der Albertbrücke.  © Steffen Füssel

Der Mast gehört zum Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. "Von den Schuhen geht keine Gefahr für die Schifffahrt aus. Sie verdecken die Schifffahrtszeichen nicht, es kommt zu keiner Beeinträchtigung der Stabilität", so eine Sprecherin. 

Die Behörden drückt der Schuh also nicht...

Titelfoto: Steffen Füssel

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