22 Prozent mehr! Papier-Müll macht Dresden in Corona-Zeiten zu schaffen

Dresden - Die Pandemie bedeutet für Dresden auch: mehr Müll. Es ist vor allem Papierabfall, der durch To-go-Verpackungen und Online-Handel zunahm.

Familien, die am Elbufer Abfall sammeln gehen (müssen), auch das ist ein sichtbarer Teil des Müll-Problems.
Familien, die am Elbufer Abfall sammeln gehen (müssen), auch das ist ein sichtbarer Teil des Müll-Problems.  © Kristin Schmidt

Die Landeshauptstadt scheint im Papiermüll zu ersticken. "Betrachtet man nur den Dezember 2020, fielen 500 Tonnen Altpapier mehr an als noch 2019 mit 1800 Tonnen", heißt es aus dem zuständigen Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft.

Ein saftiges Plus von rund 22 Prozent.

Und diese 500 Tonnen-Zunahme im Weihnachtsmonat Dezember - zur Monatsmitte kam der härtere Lockdown - macht gleich ein Viertel der gesamten Zunahme des Vorjahres aus.

"2020 wurden in Dresden knapp 23.000 Tonnen Altpapier aus den Depotcontainern und mit der Blauen Tonne eingesammelt. Gegenüber 2019 war das ein Plus von etwa 2000 Tonnen", so eine Amtssprecherin.

Um die Entsorgung der blauen Tonnen und Altpapiercontainer kümmern sich rund 130 Mitarbeiter der Stadtreinigung Dresden.

Der gesammelte Papiermüll landet dann in einer Recyclinganlage in Brandenburg.

Übervolle blaue Mülltonnen. Dresden hat ein Müll-Problem.
Übervolle blaue Mülltonnen. Dresden hat ein Müll-Problem.  © Kristin Schmidt
Über hundert Mitarbeiter der Stadtreinigung kümmern sich um Blaue Tonnen und Altpapiercontainer. Ein großes Ärgernis sind auch Einweg-To-go-Verpackungen.
Über hundert Mitarbeiter der Stadtreinigung kümmern sich um Blaue Tonnen und Altpapiercontainer. Ein großes Ärgernis sind auch Einweg-To-go-Verpackungen.  © Michael Tewes / Stadtreinigung Dresden

Papiermüll-Zunahme ist im gesamten Stadtgebiet zu betrachten

Ein übervoller Altpapier-Container am Jacob-Winter-Platz. Dresden verzeichnete eine massige Papiermüll-Zunahme.
Ein übervoller Altpapier-Container am Jacob-Winter-Platz. Dresden verzeichnete eine massige Papiermüll-Zunahme.  © Steffen Füssel

"Leistungen dieser Art müssen europaweit ausgeschrieben werden. Das Ausschreibungs-Ergebnis ist die Verwertung in der brandenburgischen Papierfabrik", schildert eine Stadtsprecherin.

Dabei befindet sich die nächste Papier-Recyclinganlage im rund 15 Kilometer entfernten Freital-Hainsberg.

Die Papiermüll-Zunahme ist im gesamten Stadtgebiet zu beobachten, vor allem aber am Elbufer und im seit Jahren von umherliegenden Müll geplagten Bereich um den Jakob-Winter-Platz in Prohlis-Nord.

Rund 35.000 Blaue Tonnen sowie über 650 Altpapiercontainer gibt es in Dresden.

Letztere findet man im Themenstadtplan (stadtplan.dresden.de) unter dem Suchbegriff "Wertstoffcontainerstandplätze".

Titelfoto: Michael Tewes / Stadtreinigung Dresden / Steffen Füssel

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