50 Teilnehmer "cornern" am Königsbrücker Platz "gegen die Ausgangssperre"

Dresden - Corona-Demo, aber von linksaußen? Sorgten die vergangenen Monate eher das rechtslastige und verschwörungstheoretische Lager mit Protesten gegen die Maßnahmen, rief am Freitagabend das linksradikale Spektrum auf die Straße.

"Ich bin täglich einem Infektionsrisiko ausgesetzt, darf danach aber keine Freunde im Park treffen", so eine Erzieherin.
"Ich bin täglich einem Infektionsrisiko ausgesetzt, darf danach aber keine Freunde im Park treffen", so eine Erzieherin.  © Eric Hofmann

"Cornern gegen die Ausgangssperre" nannte sich die Kundgebung, der sich ab 21 Uhr rund 50 Teilnehmer am Königsbrücker Platz anschlossen.

Diesen ging es allerdings nicht um die Aufhebung sämtlicher Maßnahmen zum Schutz vor der Pandemie, sondern darum, dass die Einschränkungen hauptsächlich die Freizeit beträfen.

"Ich bin täglich einem Infektionsrisiko ausgesetzt", klagt eine Erzieherin am offenen Mikrofon. "Darf danach aber keine Freunde im Park treffen."

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Aber auch Reden gegen den Kapitalismus werden gehalten, Aufrufe zu diversen Kundgebungen am 1. Mai verlesen und Protest gegen einen Aufmarsch der rechtsextremen Partei "III. Weg" in Zwickau angekündigt.

Zwei Polizeistreifen sicherten die Kundgebung ab, hatten aber zum Ende keinen Grund einzugreifen.

Ab 21 Uhr schlossen sich rund 50 Teilnehmer der Kundgebung "Cornern gegen die Ausgangssperre" an.
Ab 21 Uhr schlossen sich rund 50 Teilnehmer der Kundgebung "Cornern gegen die Ausgangssperre" an.  © Eric Hofmann

Die Protestierer kündigten an, dass es nicht die letzte Kundgebung dieser Art gewesen sein soll.

Titelfoto: Bildmontage: Eric Hofmann

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