Beschlossen! Der Goldene Reiter wird nicht zugebaut

Dresden - Na endlich! Nach unzähligen Diskussionen in den verschiedenen Gremien hat der Stadtrat am Donnerstagabend beschlossen, wie es mit Neustädter Markt und Königsufer weitergehen soll. Hinter vielen Punkten steht dabei allerdings noch ein Fragezeichen. Denn die Liste der Prüfaufträge ist lang.

So, wie er ist, kann der Neustädter Markt nicht bleiben.
So, wie er ist, kann der Neustädter Markt nicht bleiben.  © Steffen Füssel

Einig ist sich der Stadtrat, dass der Platz rings um den Goldener Reiter nicht zugebaut, sondern aufgewertet und die Große Meißner Straße bzw. Köpckestraße verengt werden soll. 

Wie genau Letzteres umgesetzt werden könnte, ist allerdings offen. 

Was mit den überflüssig gewordenen Abbiegespuren zur Augustusbrücke passiert, muss noch geprüft werden.

Das Gleiche gilt für eine Verlegung der Straßenbahntrasse zwischen dem Carolaplatz und der Kleinen Marienbrücke von der Straßenmitte an die Nordseite. 

Trotz mehrerer gescheiterter Anläufe in der Vergangenheit hat es auch der Tunnel unter dem Neustädter Markt in den Beschluss geschafft. Auch hier sollen Umsetzbarkelt, Kosten, Auswirkungen bei Hochwasser und die Errichtung einer Tiefgarage untersucht werden. 

"Es werden sich nicht alle Träume erfüllen", sagte Tilo Wirtz (53, Linke).

Der von Torsten Kulke (56) als Modell gezeigte Pavillon stößt nicht überall auf Gegenliebe.
Der von Torsten Kulke (56) als Modell gezeigte Pavillon stößt nicht überall auf Gegenliebe.  © Thomas Türpe
So zugebaut wie in der Visualisierung wird der Goldene Reiter nicht
So zugebaut wie in der Visualisierung wird der Goldene Reiter nicht  © PR

Dazu könnte auch der Info-Pavillon der Gesellschaft Historischer Neumarkt (GHND) in einem Nachbau der Turmhaube des Neustädter Rathauses gehören, für den die Stadt eine Fläche suchen und zur Verfügung stellen soll. Bei Grünen und SPD stößt der auf wenig Gegenliebe. Dieser stelle langfristig die Plattenbauten infrage, so Thomas Löser (48, Grüne).

Kritik kommt aber nicht nur aus dem Stadtrat. Die Auffassung der GHND zur Gestaltung sei realitätsfern und nicht jene der weiteren Vereine, die mit dem Thema befasst seien, sagt Christoph Möllers (60) vom Barockviertel-Verein.

Titelfoto: Steffen Füssel

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