Coronavirus in Dresden: Ausgangsbeschränkungen vom Gericht gekippt

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 22.376 mit dem Virus infizierte Menschen, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 72. Der Inzidenz-Wert des RKI liegt bei 61,6 (alle Stand: 4. März, 12 Uhr).

Auf der Brühlschen Terrasse in Dresden sind wegen Coronavirus-Pandemie und Lockdown deutlich weniger Personen unterwegs als gewohnt.
Auf der Brühlschen Terrasse in Dresden sind wegen Coronavirus-Pandemie und Lockdown deutlich weniger Personen unterwegs als gewohnt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Der Freistaat befindet sich weiterhin im zweiten Lockdown, der zunächst mindestens bis 28. März andauern wird.

Seit dem 1. März gibt es allerdings Lockerungen: So haben unter anderem Friseure und Fußpfleger wieder geöffnet.

Die Pflicht zum Tragen von OP- oder FFP2-Masken beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr bleibt bestehen.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr >> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 3. März, 19.10 Uhr: Gericht kippt Ausgangsbeschränkungen in ganz Sachsen

Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hat zwei in Sachsens aktueller Corona-Schutzverordnung enthaltene Ausgangsbeschränkungen vorläufig außer Vollzug gesetzt.

Laut dem Sächsische Sozialministerium bedeutet dies "für die Bürgerinnen und Bürger im Freistaat Sachsen, dass in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr keine erweiterte Ausgangsbeschränkung mehr gilt". Auch die 15-Kilometer-Regel wurde von dem Gericht ausgesetzt.

Allerdings galten die beiden Regelungen ohnehin vielerorts schon eine Weile nicht mehr und in der neuen Corona-Verordnung, die am Montag in Kraft treten soll, ist das Ganze auch nicht mehr vorgesehen. Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zu den gekippten Ausgangsbeschränkung in Sachsen.

Update, 3. März, 15.34 Uhr: Kretschmer warnt vor "Weg in einen dritten Lockdown"

Sachsen will bei seiner neuen Corona- Schutzverordnung trotz Öffnungsmöglichkeiten sehr vorsichtig bleiben.

Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) machte am Donnerstag kein Hehl aus seiner Ansicht, dass ihm die geplante Öffnung in Deutschland zu schnell und zu weit geht. Das sei aber nicht die Auffassung aller seiner Amtskollegen, sagte er. Es komme jetzt auf die Zwischentöne an. Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, die Krise sei vorbei und Corona sei nicht mehr gefährlich. Denn das sei der Weg in einen dritten Lockdown. Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zu Kretschmers Reaktion auf die geplanten Corona-Öffnungen.

Sachsens MP Michael Kretschmer findet, dass deutschlandweite Öffnungen zu früh kommen.
Sachsens MP Michael Kretschmer findet, dass deutschlandweite Öffnungen zu früh kommen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. März, 15.15 Uhr: Aktuelle Fallzahlen in Sachsen

In der folgenden Grafik sind die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Landkreise in Sachsen zu sehen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 4. März, 0 Uhr. Einzelne Landkreise können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Nach wie vor weist der Vogtlandkreis mit 215,9 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen auf.
Nach wie vor weist der Vogtlandkreis mit 215,9 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen auf.  © TAG24

Update, 4. März, 14 Uhr: Neue Corona-Regeln in Sachsen

Alle Schulen wieder offen, Bau- und Gärtenmärkte auch, ebenso Biergärten und Außen-Gastro - die Landesregierung hat ihre kompletten Lockerungspläne für die kommenden Wochen vorgestellt. Alles jedoch mit einem großen Aber.

Mehr dazu erfahrt Ihr hier: Neue Corona-Regeln in Sachsen: Schulen ab 15. März wieder komplett offen, Außen-Gastro ab 22. März – aber …

Update, 4. März, 13 Uhr: Corona-Wochenwert in Sachsen wieder leicht gestiegen

Der Wert der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag in Sachsen bei 77,2.

Dies war gegenüber dem Vortag ein leichter Anstieg, am Mittwoch hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 74,3 gelegen. Im nach wie vor am stärksten betroffenen Vogtlandkreis lag die Inzidenz wie am Vortag bei 215,9.

Update, 4. März, 12.30 Uhr: 73 Neuinfektionen und zwei neue Todesfälle in Dresden

Die sächsische Landeshauptstadt vermeldete am Donnerstag 73 Neuinfektionen, die Gesamtzahl aller bekannten Infektionen steigt damit auf 22.376. Zwei weitere Sterbefälle wurden registriert.

Vier weitere Patienten mussten zur Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert werden. Die Zahl der als genesen geltenden Menschen stieg um 50 auf nunmehr 20.581.

Die Inzidenz stieg laut RKI auf 61,6 (Vortag: 56,6). Laut Angaben der Stadt liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 72 (Vortag: 72,9).

Ein Absperrband umgibt Tische und Stühle vor einem Restaurant auf dem Neumarkt. Grundsätzlich wird der Lockdown bis zum 28. März verlängert, allerdings mit Öffnungsmöglichkeiten je nach Infektionslage.
Ein Absperrband umgibt Tische und Stühle vor einem Restaurant auf dem Neumarkt. Grundsätzlich wird der Lockdown bis zum 28. März verlängert, allerdings mit Öffnungsmöglichkeiten je nach Infektionslage.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 4. März, 9 Uhr: FDP sieht nach Lockerungsplänen sächsische Regierung in der Pflicht

Die FDP sieht nach den von Bund und Ländern vereinbarten Lockerungsplänen in der Corona-Krise die sächsische Regierung in der Pflicht. Die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz seien "kein klarer Fahrplan in eine Normalität mit dem Virus, sondern reine Öffnungs-Fata-Morgana", sagte der Dresdner FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst am Donnerstag.

Einen "Endlos-Lockdown" werde die Gesellschaft nicht ertragen und die Wirtschaft nicht überleben. Das Kabinett in Dresden wollte am Donnerstag Eckpunkte der neuen Corona-Schutzverordnung vorstellen.

"Sachsen sollte sich fragen, ob es sich weiterhin an derartige Vorgaben der Ministerpräsidentenkonferenz und des Bundeskanzleramtes halten will. Die rechtliche Zuständigkeit für Öffnungen und Schließungen liegt allein auf Landesebene, nicht im Bundeskanzleramt", sagte Herbst. Notwendig sei nun ein realistischer sächsischer Stufenplan für den Ausstieg aus dem Lockdown.

Update, 4. März, 6.44 Uhr: Sachsen will Schnelltests massiv ausweiten

Waren noch vor wenigen Wochen Impfungen das Mittel der Stunde zur Eindämmung der Corona-Pandemie, stehen nun Tests im Fokus. Sachsen will Corona-Schnelltests deshalb massiv ausweiten.

Mehr dazu lest Ihr hier: Kampf gegen Coronavirus: Sachsen will Schnelltests massiv ausweiten.

Update, 4. März, 6.20 Uhr: So viele Quarantäne-Muffel wurden im Februar erwischt

Dresden meint es ernst mit der Kontrolle der Corona-Regeln.

Mehr erfahrt Ihr im Artikel Corona-Verstöße: So viele Quarantäne-Muffel wurden im Februar erwischt.

Update, 4. März, 6.08 Uhr: Kabinett will Eckpunkte der neuen Corona-Verordnung vorstellen

Das sächsische Kabinett will am Donnerstag (10 Uhr) über die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und Eckpunkte der neuen Corona-Schutzverordnung informieren.

Endgültig soll die Verordnung am Freitag beschlossen werden. Die Landesregierung wollte noch am späten Mittwoch zu einer Sitzung zusammenkommen und diese bei Bedarf am Donnerstag früh fortsetzen. Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) hatte bei einer Corona-Debatte im Landtag vorsorglich auf die Bremse getreten und Hoffnungen auf umfangreiche Lockerungen gedämpft.

Diese müssten maßvoll sein und dürften nicht ausarten, sagte er. Sonst mache man alles kaputt, was unter vielen Zumutungen bisher erreicht worden sei.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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