Coronavirus in Dresden: Gastronomen machen Restaurants zu Corona-Testzentren

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 26.645 mit dem Virus infizierte Menschen, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 167,4 (Vortag: 171,5). Der Inzidenz-Wert des RKI liegt bei 147,6 (Vortag: 147,6; alle Stand: 15. April, 12 Uhr).

Auf der Brühlschen Terrasse in Dresden sind wegen der Coronavirus-Pandemie und dem Lockdown deutlich weniger Personen unterwegs als gewohnt.
Auf der Brühlschen Terrasse in Dresden sind wegen der Coronavirus-Pandemie und dem Lockdown deutlich weniger Personen unterwegs als gewohnt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Der Freistaat befindet sich weiterhin im Lockdown, der nochmal verlängert wurde - diesmal bis zum 9. Mai.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr >> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 15. April, 12.20 Uhr: Neue Corona-Zahlen veröffentlicht

Die sächsische Landeshauptstadt vermeldete am Donnerstag 137 Neuinfektionen, darunter 98 bekannte Fälle von Virusvarianten.

Die Gesamtzahl der Corona-Erkrankungen steigt damit auf 26.645 - davon gelten 23.976 allerdings wieder als genesen.

Es wurden keine neuen Sterbefälle vermeldet, die Gesamtzahl der bisherigen Todesfälle liegt weiterhin bei 1006. 10 Infizierte mussten in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz blieb laut RKI bei 147,6 (Vortag: 147,6). Laut Angaben der Stadt Dresden hingegen liegt die Inzidenz bei 167,4 (Vortag: 171,5).

Update, 15. April, 11.30 Uhr: Dresdner Gastronomen machen Restaurants zu Corona-Testzentren

Testen statt schlemmen: Dresdner Gastronomen verwandeln ihre Restaurants in Testzentren für das Coronavirus.

"Früher kümmerten wir uns um Gaumenfreuden, heute um die Gesundheit", hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Ankündigung. Details der Aktion, die auf eine Idee der Initiative "Leere Stühle" zurückgeht, sollen am Freitag mitgeteilt werden.

"Leere Stühle" war vor einem Jahr ins Leben gerufen worden, um auf die schwierige Lage und Existenzängste des Gastgewerbes aufmerksam zu machen.

"Unsere Mitarbeiter sind seit Monaten in Ungewissheit, viele davon in Kurzarbeit beziehungsweise haben sich mittlerweile aus der Gastronomie verabschiedet. Wir sehen dabei nicht tatenlos zu und haben unsere Lokalitäten zu Testzentren gemacht, unsere Mitarbeiter zu ausgebildeten Testern", hieß es. Damit trage man zur Unterbrechung der Infektionsketten bei und leiste so einen Beitrag, um so schnell wie möglich wieder den eigentlichen Zweck von Restaurants erfüllen zu können.

Update, 15. April, 9.32 Uhr: Corona-Pandemie grassiert vor allem im Südwesten Sachsens weiter

Die Landkreise Zwickau und Erzgebirge haben das Vogtland als negativen Spitzenreiter der Corona-Neuansteckungen in Sachsen abgelöst. Für die Region Zwickau meldete das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag eine Wocheninzidenz von 378,4, für den Erzgebirgskreis von 376,8.

Im Vogtland - schon länger Brennpunkt der Pandemie im Freistaat - wurde die Quote mit 347,3 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ausgewiesen.

Auch landesweit steigt die Zahl der bestätigten Infektionen weiter. Laut RKI kletterte die Wocheninzidenz auf 235,3 - nach 227,8 am Tag zuvor. Damit bleibt Sachsen eine der Brennpunktregionen in Deutschland. Nur in Thüringen ist der Wert noch höher (259,2). Der Bundesschnitt liegt bei 160,1.

Insgesamt wurden aus Sachsen zum Donnerstag mehr als 2400 weitere Infektionen sowie 42 neue Todesfälle gemeldet (Stand: 3.09 Uhr). Damit wurden seit Ausbruch der Pandemie hierzulande fast 240.500 Coronainfektionen bekannt, 8654 Menschen starben.

Update, 15. April, 7 Uhr: Regelwirrwarr und Testpflicht: So läuft Shopping unter Corona-Bedingungen!

Achtung! Wenn Ihr in Geschäften noch mal Klamotten, Schuhe oder Schmuck kaufen wollt, solltet Ihr euch beeilen.

Das erst vergangene Woche erlaubte "Click & Meet"-Shopping steht schon wieder auf der Kippe. Der Bund plant schärfere Lockdown-Regeln und im Freistaat nähert sich die Klinik-Bettenauslastung der Kapazitätsgrenze.

Wie das Shopping läuft und was es zu beachten gibt erfahrt Ihr in ubnserem TAG24-Report: "Regelwirrwarr und Testpflicht: So läuft Shopping unter Corona-Bedingungen!"

Update, 15. April, 5.30 Uhr: Dresdner Klinikchef für Aufhebung der Impfpriorisierung

Angesichts des Infektionsgeschehens und der sich mit Corona-Patienten füllenden Krankenhäuser hat der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums Dresden, Michael Albrecht (71), die Aufhebung der Impfpriorisierung gefordert.

"Jetzt geht es um Geschwindigkeit", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Man müsse verstärkt die impfen, die viel unterwegs sind, Kontakte haben und gefährdeter sind, sich anzustecken.

"Es geht darum, in kurzer Zeit möglichst viele Leute zu impfen und sich nicht endlos in bürokratischen Diskussionen um Priorisierungslisten aufzuhalten", so Albrecht.

"Man muss nur nach England oder Israel schauen, wo Fußballspiele wieder mit Publikum möglich sind und Restaurants öffnen, das ist der Effekt einer hohen Durchimpfungsquote." Daran sei ablesbar, dass nicht Öffnungen und Schließungen der Weg sind. "Die einzige Chance, die wir haben, ist, dass 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, und das so schnell wie möglich."

Der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums Dresden, Michael Albrecht (71).
Der Medizinische Vorstand des Universitätsklinikums Dresden, Michael Albrecht (71).  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. April, 18.40 Uhr: Sachsen will Personenkreis für Corona-Impfungen erweitern

Sachsen will den Personenkreis der Berechtigten für eine Corona-Schutzimpfung in der kommenden Woche weiter öffnen.

Das gab Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) am Mittwoch bei einer Video-Konferenz mit Vertretern unterschiedlicher Bereiche der Gesellschaft bekannt. Das soll Personen der sogenannten dritten Priorisierungsgruppe betreffen. Schon bisher konnten sich aus dieser Gruppe Menschen im Alter ab 60 für eine Impfung anmelden. Künftig soll das auch für andere möglich sein. Details wurden nicht genannt.

Update, 14. April, 18.15 Uhr: Sachsen erreicht mit mehr als 18.000 Impfdosen pro Tag einen "Spitzenwert"

Sachsen macht beim Impfen weiter Druck. In den Impfzentren und über die mobilen Impfteams sei mit mehr als 18.000 Impfdosen pro Tag ein "Spitzenwert" erreicht worden, teilte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Mittwoch in Dresden mit.

Damit habe die Kapazität der täglichen Impfungen erhöht werden können. Geplant waren bei Eröffnung der Impfzentren rund 13.000 Impfungen pro Tag. Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind in Sachsen in den Impfzentren und Krankenhäusern bisher rund 603.000 Menschen gegen das Corona-Virus geimpft worden, davon sind 286.393 bereits zum zweiten Mal und damit vollständig geimpft. Bis Ende April gibt es laut DRK nach derzeitiger Planung rund 55.000 neue Termine für Erstimpfungen.

Sachsen schafft es langsam, immer mehr Menschen pro Tag zu impfen.
Sachsen schafft es langsam, immer mehr Menschen pro Tag zu impfen.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. April, 17.48 Uhr: Zweitimpftermine mit AstraZeneca: So geht es in Sachsen weiter

Wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Sachsen am Mittwoch mitteilte, übernehmen die sächsischen Impfzentren hinsichtlich des Corona-Vakzins von AstraZeneca bis auf Weiteres die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko).

Demnach bekommen alle Personen, die einen Zweitimpftermin haben und unter 60 Jahre alt sind, einen anderen Impfstoff. Sie werden an ihrem regulär gebuchten Termin mit einem mRNA-Impfstoff, also BioNTech/Pfizer oder Moderna, geimpft. Personen ab 60 Jahren erhalten bei ihrer Zweitimpfung weiterhin den Impfstoff von AstraZeneca. Mehr dazu erfahrt Ihr im TAG24-Artikel zu den Zweitimpfterminen mit AstraZeneca.

Update, 14. April, 17.42 Uhr: Lernen aus der Pandemie - Sachsen will krisensicherer werden

Der sächsische Koalitionsausschuss ist sich einig: Nach den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie soll der Freistaat krisenfester werden.

"Die Pandemie zeigt uns, wo wir Stärken haben, aber auch, was es zu verbessern gilt", sagte CDU-Generalsekretär Alexander Dierks (33) am Mittwoch in Dresden. So müsse der Wirtschaftsstandort Sachsen weniger abhängig von Lieferketten werden. Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zum Thema "Sachsen will krisensicherer werden".

Update, 14. April, 16.55 Uhr: Städte- und Gemeindetag kritisiert Corona-Notbremse des Bundes

Der sächsische Städte- und Gemeindetag (SSG) lehne die vom Bund angekündigten Corona-Regeln als "unverhältnismäßiger Eingriff in grundlegende Länder- und Bürgerrechte" ab, hieß es in einer SSG-Mitteilung vom Mittwoch.

"Das sture Festhalten an der Inzidenz als alleinigem Indikator für weitreichende Grundrechtseinschränkungen ist falsch", erklärte SSG-Präsident Bert Wendsche. Daraus etwa Ausgangssperren abzuleiten - noch dazu ab einer Wocheninzidenz von 100 - könne dem Bund vor dem Bundesverfassungsgericht "um die Ohren fliegen".

Zudem sorgten die angekündigten Schulschließungen ab einer Inzidenz von 200 für "Entsetzen unter vielen Eltern, Schülern und nicht zuletzt den kommunalen Schulträgern". "Das ist nicht nur ein Eingriff in die Kultuszuständigkeit der Länder, sondern missachtet auch die wirksamen Hygienekonzepte und regelmäßigen Testungen, die gerade an Sachsens Schulen eingeführt wurden", so Wendsche.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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