Coronavirus in Dresden: Landtag stimmt Montag über epidemische Lage in Sachsen ab

Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 65.958 Corona-Fälle, aktuell liegt die Zahl der aktiven Fälle bei 13.301 (Schätzwert). Die 7-Tage-Inzidenz des RKI liegt bei 906,6 (Stand 5. Dezember, 7 Uhr; Vortag: 973,0).

In Dresden ist die Inzidenz weit über der 100.
In Dresden ist die Inzidenz weit über der 100.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Seit 22. November gelten in Sachsen erneut verschärfte Maßnahmen.

Alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bars, Clubs und Diskotheken schließen.

Die Gastronomie darf unter 2G-Bedingungen bis 20 Uhr geöffnet haben.

Dresden: Mutmaßlicher Terrorist in Dresden festgenommen
Dresden Crime Mutmaßlicher Terrorist in Dresden festgenommen

Weihnachtsmärkte wurden abgesagt genauso wie andere Großveranstaltungen.

Diese und weitere Einschränkungen sollen vorerst bis 12. Dezember gelten.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

+++ Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 5. Dezember, 22.41 Uhr: Sachsens Polizei greift erneut bei Demos gegen Corona-Politik ein

Die Polizei in Sachsen ist am Sonntagabend weiter in mehreren Städten gegen nicht genehmigte Kundgebungen von Gegnern der Corona-Politik eingeschritten.

So hatten sich den Angaben nach mehrere hundert Menschen nahe dem Neustadtplatz in Plauen versammelt und seien losgezogen. Der Zug sei teilweise auf rund 830 Teilnehmer angewachsen. Ein zweiter Aufzug mit über 30 Menschen konnte kurz nach Beginn gestoppt werden.

Verbotene Versammlungen gab es außerdem in Auerbach (Vogtlandkreis), Kirchberg (Landkreis Zwickau) und Penig (Mittelsachsen). Es seien zahlreiche Personalien festgestellt und Platzverweise ausgesprochen worden. Viele Teilnehmer müssten mit Anzeigen unter anderem wegen eines verbotenen Aufzugs rechnen.

Update, 5. Dezember, 17.50 Uhr: Landtag stimmt über epidemische Lage ab - Demo vor Parlament erwartet

Der Sächsische Landtag will am Montag über die Feststellung der epidemischen Lage im Freistaat entscheiden.

In der Begründung ihres Antrages macht die sächsische Regierung auf die dramatische Lage aufmerksam. Bei einer Fortdauer der derzeitigen Dynamik könne sich die ohnehin schon hohe Inzidenz bis Jahresende auf bis zu 2800 erhöhen. Am Freitag hatte das Robert Koch-Institut für Sachsen eine Corona-Wocheninzidenz von 1224,7 ermittelt. Das ist der mit Abstand höchste Wert in Deutschland. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche an.

Mit der Feststellung der epidemischen Lage will die Landesregierung Rechtssicherheit für eine Fortsetzung bestehender Schutzmaßnahmen und ihre mögliche Erweiterung erlangen. Parallel zur Landtagssitzung wird ein Protest von Kritikern der Schutzmaßnahmen erwartet.

Die Polizei bereitet sich auf einen Großeinsatz vor, da auch Extremisten über die sozialen Netzwerke zur Teilnahme aufriefen.

Am 6. Dezember stimmen die Abgeordneten des Sächsischen Landtags über die epidemische Lage im Freistaat ab.
Am 6. Dezember stimmen die Abgeordneten des Sächsischen Landtags über die epidemische Lage im Freistaat ab.  © Robert Michael/dpa

Update, 5. Dezember, 13.05 Uhr: Inzidenz in Dresden

Die Inzidenz in Dresden ist den zweiten Tag in Folge unter 1000.

Lag sie am Samstag noch bei 973,0 war sie am Sonntag bei 906,6.

Update, 5. Dezember, 11.01 Uhr: Inzidenz in Sachsen stagniert

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Corona-Hotspot Sachsen stagniert auf sehr hohem Niveau. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Sonntag mit 1227,1 an - und damit kaum verändert im Vergleich zum Vortag (1235,1).

Sachsen hat damit bundesweit mit weitem Abstand die höchste Inzidenz vor den Nachbarländern Thüringen (1036,7) und Sachsen-Anhalt (841,3). Bundesweit lag die Inzidenz am Sonntag laut RKI bei 439,2.

Drei sächsische Regionen haben eine Inzidenz über 2000: Die Landkreise Mittelsachsen (2208,5), Meißen (2014,8) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (2008,4), die auch bundesweite Spitzenreiter bei der Inzidenz sind. Am niedrigsten ist die Infektionsrate zurzeit in Leipzig (647,7).

Update, 4. Dezember, 19.36 Uhr: AfD-Chef kritisiert Fackelmarsch vor Haus von Petra Köpping

Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla (46) hat die Proteste von Gegnern der Corona-Politik vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin, Petra Köpping (63, SPD) kritisiert.

"Friedlicher Protest gegen einen Impfzwang ist ein Grundrecht. Der Schutz der Privatsphäre auch!", schrieb der aus Sachsen stammende Parteichef am Samstag auf Twitter. Und weiter: "Der Fackelmarsch vor dem Haus von Petra Koepping ist unbedingt zu verurteilen." Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "AfD-Chef Chrupalla kritisiert Fackel-Marsch vor Haus von Sachsens Gesundheitsministerin".

Der AfD-Bundesvorsitzender und Fraktionsvorsitzende der AfD, Tino Chrupalla (46).
Der AfD-Bundesvorsitzender und Fraktionsvorsitzende der AfD, Tino Chrupalla (46).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 4. Dezember, 17.44 Uhr: 600 Freiwillige melden sich in sächsischen Kliniken

In Sachsen haben sich mehrere hundert Menschen in Krankenhäusern gemeldet, um dort dem völlig überlasteten Klinik-Personal zu helfen.

Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "An einem Tag! 600 Freiwillige melden sich in sächsischen Kliniken, um zu helfen!".

Update, 4. Dezember, 16.17 Uhr: Kretschmann kritisiert "SA-Methoden" bei Protest in Sachsen

Baden-Württembergs Ministerpräsident, Winfried Kretschmann (73, Grüne), hat die Proteste von Gegnern der Corona-Politik vor dem Wohnhaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) scharf verurteilt. "Das sind Methoden, die hat die SA erfunden", kritisierte er am Samstag beim Grünen-Landesparteitag in Heidenheim in Erinnerung an die Kampforganisation der NSDAP.

"Das sind ganz schlimme Entgleisungen", sagte Kretschmann zum SWR. Fackelaufzüge vor einer Politikerwohnung habe man von der SA im Dritten Reich gekannt. Auf die Frage, ob Ähnliches wie in Sachsen auch im Südwesten passieren könnte, antwortete der Ministerpräsident: "Das kann natürlich überall passieren. Ich hoffe es nicht, dass es passiert und ich hoffe, dass das ein Beispiel ist für alle, dass so etwas auf gar keinen Fall geht."

Kretschmann räumte ein, eine allgemeine Impfpflicht wäre "eine enorme Zumutung" für die Gegner der Corona-Politik. Doch solchen Demonstranten müssten die Behörden entschieden entgegentreten. "Gegen die werden wir uns als wehrhafte Demokratie zu erweisen wissen", sagte er.

Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (73, Grüne).
Der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann (73, Grüne).  © Vanessa Reiber/dpa

Update, 4. Dezember, 16.09 Uhr: Giffey fordert nach Fackel-Aufmarsch in Sachsen Konsequenzen

Die designierte neue Regierende Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey (43, SPD), fordert nach dem Fackel-Aufmarsch von Gegnern der Corona-Maßnahmen vor dem Privathaus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) strafrechtliche Konsequenzen.

"Es geht darum, dass wir eine klare Grenze ziehen zwischen freier Meinungsäußerung und Hass und Hetze", sagte Giffey am Samstag am Rande eines SPD-Parteitags in Berlin dem Sender Phoenix.

"Wenn Menschen, weil sie sich politisch einsetzen und engagieren, angegriffen, in ihrem Privatleben bedroht und bedrängt werden, wenn sie mit Hass und Hetze umgehen müssen - das ist keine freie Meinungsäußerung mehr, sondern hier geht es um Straftaten, und die müssen ganz klar geahndet werden." Gegner der Corona-Politik hatten am Freitagabend laut rufend mit Fackeln und Plakaten vor Köppings Wohnhaus im sächsischen Grimma protestiert.

Franziska Giffey (43), Vorsitzende der Berliner SPD und designierte Regierende Bürgermeisterin von Berlin.
Franziska Giffey (43), Vorsitzende der Berliner SPD und designierte Regierende Bürgermeisterin von Berlin.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 4. Dezember, 13 Uhr: Erste Hotels klagen gegen sächsische Corona-Verordnung

Wegen der hohen Infektionszahlen sind Hotels und Pensionen in Sachsen nur noch für Geschäftsreisende geöffnet. Den Betreibern und dem Personal geht es - auf gut Deutsch - dreckig. Hotelier Ralf Schibelius (44) will sich das nicht länger gefallen lassen und klagt.

Alles dazu im TAG24-Artikel: "Kein Bock auf Schließung: Erste Hotels in Sachsen klagen gegen Corona-Notverordnung"

Ralf Schibelius (44) klagt gegen das Beherbergungsverbot.
Ralf Schibelius (44) klagt gegen das Beherbergungsverbot.  © Uwe Meinhold

Update, 4. Dezember, 10 Uhr: Corona-Inzidenz im Hotspot Sachsen steigt weiter

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Corona-Hotspot Sachsen ist erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen am Samstag mit 1235,1 an - nach einem Wert von 1224,7 am Vortag.

Sachsen bleibt damit mit Abstand das Bundesland mit der höchsten Inzidenz - gefolgt von Thüringen (1026,5) und Sachsen-Anhalt (832,7). Innerhalb des Freistaats sind besonders die Landkreise Mittelsachsen (2143,8) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (2010,9) stark betroffen. Unter der Hotspot-Schwelle von 1000 liegen nur die Städte Leipzig (688,5), Dresden (973,0) sowie die Landkreise Görlitz (946,3) und Zwickau (912,7).

Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat laut RKI 533.734 Covid-19-Fälle und 11.209 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Am Samstag kamen 9090 Infektionen dazu und 62 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

Mehr zum Thema Dresden Lokal: