Coronavirus in Dresden: Neue Corona-Schutzverordung soll bis Freitag stehen

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 22.303 mit dem Virus infizierte Menschen, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 72,9. Der Inzidenz-Wert des RKI liegt bei 56,4 (alle Stand: 3. März, 12 Uhr).

Auf der Brühlschen Terrasse in Dresden sind wegen Coronavirus-Pandemie und Lockdown deutlich weniger Personen unterwegs als gewohnt.
Auf der Brühlschen Terrasse in Dresden sind wegen Coronavirus-Pandemie und Lockdown deutlich weniger Personen unterwegs als gewohnt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Der Freistaat befindet sich weiterhin im zweiten Lockdown, der zunächst mindestens bis 7. März andauern wird.

Seit dem 1. März gibt es allerdings Lockerungen: So haben unter anderem Friseure und Fußpfleger wieder geöffnet.

Die Pflicht zum Tragen von OP- oder FFP2-Masken beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr bleibt bestehen.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr >> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 3. März, 18.39 Uhr: Kabinett will Eckpunkte der neuen Corona-Verordnung vorstellen

Das sächsische Kabinett will am Donnerstag (10 Uhr) über die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und Eckpunkte der neuen Corona-Schutzverordnung informieren.

Endgültig soll die Verordnung am Freitag beschlossen werden. Die Landesregierung wollte noch am späten Mittwoch zu einer Sitzung zusammenkommen und diese bei Bedarf am Donnerstag früh fortsetzen. Regierungschef Michael Kretschmer (45, CDU) hatte bei einer Corona-Debatte im Landtag vorsorglich auf die Bremse getreten und Hoffnungen auf umfangreiche Lockerungen gedämpft. Diese müssten maßvoll sein und dürften nicht ausarten, sagte er. Sonst mache man alles kaputt, was unter vielen Zumutungen bisher erreicht worden sei.

Update, 3. März, 17.27 Uhr: Corona-Massentests in Radeberg weiter stark nachgefragt

Das Angebot zur Teilnahme an einem Corona-Massentest für Einwohner von Radeberg und Umgebung ist auch am Mittwoch auf starke Nachfrage gestoßen.

Wie das Landratsamt Bautzen mitteilte, hatten sich bis zum frühen Nachmittag 180 Menschen einem Schnelltest unterzogen. Bis dahin war keine Infektion nachgewiesen worden, die Tests gehen weiter. Am Dienstag hatten insgesamt 824 Menschen das Testangebot genutzt. Auch dabei wurden keine Infektionen festgestellt. Für Donnerstag gebe es noch freie Termine, hieß es. Es sei aber auch möglich, ohne Anmeldung getestet zu werden.

Update, 3. März, 15.55 Uhr: Aktuelle Fallzahlen in Sachsen

In der folgenden Grafik sind die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Landkreise in Sachsen zu sehen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 3. März, 0 Uhr. Einzelne Landkreise können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Aktuell weist der Vogtlandkreis mit 215,9 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen auf.
Aktuell weist der Vogtlandkreis mit 215,9 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen auf.  © TAG24

Update, 3. März, 14.25 Uhr: Zwei Kommunen als Modellstädte für Öffnungsschritte vorgesehen

In der neuen Coronaverordnung für Sachsen sollen Augustusburg und Oberwiesenthal als Modellstädte für vorsichtige Öffnungsschritte im Tourismus festgelegt werden.

Das kündigte die zuständige Ministerin Barbara Klepsch (55, CDU) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz anlässlich der Internationalen Tourismusbörse (ITB) an. Sachsen wird auf der digitalen Reisemesse vom 9. bis 12. März als "Offizielle Kultur-Destination" auftreten.

Wie Klepsch weiter sagte, werden auch in Chemnitz und Dresden Konzepte erarbeitet, die eine schrittweise Öffnung von Kultur- und Freizeitstätten ermöglichen sollen.

Gebraucht würden Öffnungsstrategien, die sowohl das jeweilige Infektionsgeschehen in den Blick nähmen als auch die Fortschritte bei Impfungen, bei Tests und weiteren Hygienemaßnahmen beachteten. Es werde vor allem darum gehen, sichere Kontakte zu ermöglichen.

Barbara Klepsch (55, CDU), Ministerin für Kultur und Tourismus in Sachsen.
Barbara Klepsch (55, CDU), Ministerin für Kultur und Tourismus in Sachsen.  © Robert Michael/dpa

Update, 3. März, 13.43 Uhr: Neue Corona-Schutzverordung soll bis Freitag stehen

Die Sondersitzung des sächsischen Landtages in Dresden ist zu Ende. Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) zeigte sich bei Corona-Lockerungen defensiv.

Das sächsische Kabinett will nach der Bund-Länder-Konferenz noch am Mittwochabend wieder zusammenkommen und die Beratungen über Eckpunkte der neuen Corona-Schutzverordnung bei Bedarf am Donnerstagmorgen fortsetzen. Am Vormittag sollen diese Eckpunkte dann den Medien vorgestellt werden, ein Beschluss ist für Freitag geplant.

Update, 3. März, 13.11 Uhr: AfD spricht von "sogenannten Pandemie" und leugnet Übersterblichkeit

Bei der Sondersitzung des Sächsischen Landtags warf Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) der AfD einen "unsäglichen Populismus" vor. Die von ihr beantragte Debatte sei eine "Verhöhnung der Opfer", die an Corona gestorben sind.

Sachsen habe im Dezember 2020 doppelt so viele Menschen verloren wie im Durchschnitt der vergangen zehn Jahre. Im Januar habe es eine Übersterblichkeit von 50 Prozent gegeben.

AfD-Fraktionschef Jörg Urban (57) sprach direkt danach von einer "sogenannten Pandemie", die zu keinerlei Erhöhung der Sterberate geführt habe. Länder ohne harten Lockdown, die sich nur auf den besseren Schutz der Hochrisikogruppen konzentriert hätten, seien besser durch das Corona-Jahr gekommen als Deutschland. Der Lockdown sei zu keinem Zeitpunkt notwendig gewesen oder habe irgendetwas Positives bewirkt.

Der parteilose Abgeordnete Frank Richter (60), der für die SPD im Landtag sitzt, bescheinigte der AfD eine völlig andere Wahrnehmung der Lage. Linksfraktionschef Rico Gebhardt (57) sah in der AfD den "parlamentarischen Arm der Corona-Leugner".

Jörg Urban (57, r), Vorsitzender der AfD in Sachsen, geht nach seiner Rede an MP Michael Kretschmer (45, CDU) vorbei.
Jörg Urban (57, r), Vorsitzender der AfD in Sachsen, geht nach seiner Rede an MP Michael Kretschmer (45, CDU) vorbei.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. März, 12.15 Uhr: Aktuelle Corona-Zahlen aus Dresden

Die Stadt Dresden vermeldete am Mittwoch 105 Neuinfektionen. Vier weitere Todesfälle wurden bekannt.

Insgesamt 11 weitere Patienten mussten zur Behandlung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Inzidenz stieg laut RKI auf 56,6 (Vortag: 53). Laut Angaben der Stadt liegt die 7-Tages-Inzidenz bei 72,9 (Vortag: 65,9).

Update, 3. März, 11.07 Uhr: Sächsische Hausärzte wollen Corona-Impfungen übernehmen

Die Hausärzte in Sachsen drängen darauf, Impfungen gegen das Coronavirus in ihren Praxen zu übernehmen.

"Es wird schon langsam skandalös, dass Menschen sterben oder schwer erkranken werden, weil große Mengen an Impfstoffen zwar vorhanden sind, aber nicht verabreicht werden", sagte der Landesvorsitzende des Sächsischen Hausärzteverbandes, Steffen Heidenreich, am Mittwoch in Chemnitz.

Da die Impfgeschwindigkeit stark erhöht werden müsse, müssten die Hausarztpraxen schnell der zentrale Ort des Impfprogramms werden. Dies gelte umso mehr, da sich derzeit die Virus-Mutante B.1.1.7 stark ausbreite.

Update, 3. März, 11.04 Uhr: Kretschmer tritt bei Corona-Lockerungen auf die Bremse

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) äußert sich zu Lockerungen während der Corona-Krise.

Im TAG24-Artikel erfahrt ihr, wie sich Kretschmer die Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie vorstellt.

Michael Kretschmer (45, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, bei der heutigen Sondersitzung im Landtag.
Michael Kretschmer (45, CDU), Ministerpräsident von Sachsen, bei der heutigen Sondersitzung im Landtag.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. März, 11 Uhr: Landtag erinnert mit Schweigeminute an Corona-Opfer

Mit einer Schweigeminute hat der Sächsische Landtag am Mittwoch an die Todesopfer der Corona-Pandemie im Freistaat und in aller Welt erinnert.

"Corona traf Sachsen vor einem Jahr zum ersten Mal", erinnerte Landtagspräsident Matthias Rößler (66, CDU). Die Pandemie habe die Gesellschaft seither im Griff. Man tue alles Menschenmögliche, um wieder zum gewohnten Leben zurückkehren zu können.

Die wirtschaftlichen und sozialen Belastungen seien bereits heute gravierend. Rößler sprach den Angehörigen der Corona-Toten sein Beileid aus.

In Sachsen sind bislang 7847 Menschen an oder mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. "Zehntausende Menschen waren und sind in Sachsen zum Teil schwer an Covid-19 erkrankt. Viele von ihnen werden oft noch Monate brauchen, bis sie sich vollständig erholt haben. Ihnen wünsche ich Kraft und eine baldige Genesung", sagte der Parlamentspräsident.

Der Sächsische Landtag war am Vormittag zusammengekommen, um über die Schutzmaßnahmen in der Corona-Pandemie zu diskutieren. Die AfD-Fraktion hatte dafür eine Sondersitzung beantragt.

Michael Kretschmer (45, CDU, M), Ministerpräsident von Sachsen, und Abgeordnete gedenken vor Beginn der Sondersitzung des Sächsischen Landestages zum Corona-Lockdown bei einer Schweigeminute der Opfer, die an Corona gestorben sind.
Michael Kretschmer (45, CDU, M), Ministerpräsident von Sachsen, und Abgeordnete gedenken vor Beginn der Sondersitzung des Sächsischen Landestages zum Corona-Lockdown bei einer Schweigeminute der Opfer, die an Corona gestorben sind.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. März, 10.05 Uhr: Corona-Wochenwert in Sachsen geht deutlich zurück

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern binnen einer Woche ist in Sachsen vorerst deutlich zurückgegangen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab die Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwoch mit 74,3 an, nachdem sie am Dienstag noch bei 81,2 lag. Auch im nach wie vor am stärksten betroffenen Vogtlandkreis sank die Inzidenz auf 215,9 nach 232,3 am Vortag.

Allerdings sind alle Angaben stets nur eine Momentaufnahme: Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 03.10 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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