Coronavirus in Dresden: Personen ab 70 Jahren können wieder Impftaxi buchen

Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 65.958 Corona-Fälle, aktuell liegt die Zahl der aktiven Fälle bei 13.301 (Schätzwert). Die 7-Tage-Inzidenz des RKI liegt bei 1005,5 (Stand 3. Dezember, 12 Uhr; Vortag: 1224,7).

In Dresden ist die Inzidenz weit über der 100.
In Dresden ist die Inzidenz weit über der 100.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Seit 22. November gelten in Sachsen erneut verschärfte Maßnahmen.

Alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bars, Clubs und Diskotheken schließen.

Die Gastronomie darf unter 2G-Bedingungen bis 20 Uhr geöffnet haben.

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Weihnachtsmärkte wurden abgesagt genauso wie andere Großveranstaltungen.

Diese und weitere Einschränkungen sollen vorerst bis 12. Dezember gelten.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

+++ Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 3. Dezember, 13.50 Uhr: Hotel- und Gaststättenverband unterstützt Klage gegen Notfallverordnung

Seit dem vergangenen Montag dürfen Hotels, Pensionen und Campingplätze in Sachsen keine Touristen mehr aufnehmen - gegen dieses Beherbergungsverbot zieht der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) Sachsen jetzt vor Gericht.

Der Verband unterstützt einen betroffenen Hotelier aus Eibenstock (Erzgebirgskreis) bei seinem Normenkontrollverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht Bautzen, wie er am Freitag mitteilte.

Offiziell erhoben wird die Klage von Ralf Schibelius, der Geschäftsführer des Hotels am Bühl ist. Die Lage sei für sein Haus dramatisch, sagte Schibelius bei einer gemeinsamen Pressekonferenz.

"Wir haben am 19. November recht spät abends erfahren, dass ab dem 22. November ein Beherbergungsverbot besteht", sagte er.

Für das Hotel bleibe abgesehen vom Außer-Haus-Verkauf von Speisen derzeit nichts übrig, weil Geschäftsreisende für die Einrichtung nicht interessant seien. "Wir rechnen bis Ende des Jahres mit einem Umsatzverlust von 600 000 Euro, der nicht mehr aufzuholen ist."

Die Klage sollte noch am Freitag an das Oberverwaltungsgericht Bautzen gehen.

Update, 3. Dezember, 13.45 Uhr: Personen ab 70 Jahren können in Dresden wieder Impftaxi buchen

In Dresden können Personen ab 70 Jahre wieder mit dem Taxi zur Impfung in das Impfzentrum in der Messe fahren.

Wie die Stadt Dresden am Freitag mitteilte, ist ein Eigenanteil von zehn Euro pro Strecke zu zahlen, die Differenz der Fahrtkosten übernimmt die Stadt.

Für Dresden-Pass-Inhaber werden die Kosten komplett übernommen.

Die Fahrt können Einzelpersonen oder Paare eines Hausstandes mit Wohnsitz in Dresden beanspruchen. Zusätzlich kann eine Begleitperson mitgenommen werden.

"Gerade im Winter bei Glätte und kalten Temperaturen ist die sichere Fahrt mit dem Impftaxi von 'Tür zu Tür' sinnvoll, damit ältere Menschen die für sie so wichtige Corona-Schutzimpfung wahrnehmen können", sagte Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) laut Mitteilung von Freitag.

Impftaxis können bei der Dresdner Taxigenossenschaft täglich zwischen 8.00 Uhr und 16.00 Uhr unter der Rufnummer 0351/211211 gebucht werden.

Das Impfzentrum Dresden hat montags bis samstags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. In dem Impfzentrum werden sowohl Erst- und Zweitimpfungen als auch Auffrischungsimpfungen angeboten. Impftermine können ab dem heutigen Freitag von 13.00 Uhr an unter sachsen.impfterminvergabe.de gebucht werden.

Impfwillige warten vor dem Impfzentrum in der Messe Dresden auf den Einlass.
Impfwillige warten vor dem Impfzentrum in der Messe Dresden auf den Einlass.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Dezember, 12 Uhr: Zahlen für Dresden

Die Stadt meldete am heutigen Freitag 1034 neue Infektionen.

46 Personen mussten ins Krankenhaus, zehn Menschen starben. Die Inzidenz stieg erneut an und liegt nun bei 1005,5.

Update, 3. Dezember, 9 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen wieder gestiegen

Das Robert Koch-Institut gab die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen am Freitag mit 1224,7 an.

Am Donnerstag lag der Wert bei 1180,1, am Mittwoch bei 1209,4. Sachsen bleibt mit Abstand der Corona-Hotspot Deutschlands - gefolgt von Thüringen (1013,6) und Sachsen-Anhalt (757,2)

Fast alle Kreise und Städte in Sachsen lagen mit ihren Inzidenzen laut RKI am Freitag über der 1000er-Schwelle.

Lediglich die Landkreise Nordsachsen (992,2), Zwickau (962,1) und der Vogtlandkreis (961,1) sowie die Stadt Leipzig (696,9) bewegten sich noch darunter.

Die höchste bundesweite Inzidenz hat den Angaben zufolge der Landkreis Mittelsachsen (2062,5).

Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat laut RKI 524 645 Covid-19-Fälle und 11.147 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus gemeldet worden. Am Freitag kamen 11 576 Infektionen dazu und 68 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus.

Update, 3. Dezember, 7.03 Uhr: Jugendmediziner warnt vor Kita- und Schulschließungen

In der Debatte um härtere Pandemie-Maßnahmen warnt der Chef der Kinder- und Jugendklinik des Dresdner Universitätsklinikums, Reinhard Berner, vor den Folgen von Kita- und Schulschließungen.

Man habe in den vorherigen Corona-Wellen "bitteres Lehrgeld" gezahlt.

Nicht nur die Bildung werde behindert, in vielen Studien sei deutlich geworden, "wie krank die Kinder werden ohne Schule und Kita".

So hätten etwa der Missbrauch von Substanzen und Medien sowie Fettleibigkeit zugenommen sowie sich chronische und psychische Erkrankungen verschärft. "Und diese Effekte sind substanziell."

Man könne die Einrichtungen mit Testungen, bekannten Hygienemaßnahmen und großzügigem Quarantänemanagement in dem Wissen offenhalten, dass Kinder einen relativ milden Verlauf haben.

Das sehr regelmäßige Testen von Kindern in den Schulen habe ja genau den Zweck, Infektionsfälle frühzeitig zu erfassen und zu isolieren.

Update, 3. Dezember, 7 Uhr: Kretschmer: Werden bei Corona-Maßnahmen nachsteuern, wenn nötig

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) schließt bei einem anhaltenden Anstieg der Corona-Infektionszahlen in Sachsen noch härtere Einschnitte nicht aus.

"Wenn wir in der kommenden Woche nicht eine deutliche Beruhigung sehen, müssen wir nacharbeiten", sagte Kretschmer (CDU) am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner".

"Wir brauchen die rechtlichen Instrumente, um die Welle zu brechen, den Lockdown zu verfügen, wo es sein muss, regional", sagte er mit Blick auf das neue Infektionsschutzgesetz. "Ansonsten sind wir blank."

"Wenn die Zahlen bei uns nicht sinken, und das müssen sie auf mindestens ein Zehntel der derzeitigen, ...., dann muss nachgesteuert werden". Das schließe Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte ein.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach machte Hoffnung: Die allerjüngsten Daten "zeigen eine sehr positive Tendenz; wir sehen hier die Wirkung der Maßnahmen".

Kretschmer hält inzwischen eine Impfpflicht für richtig.

Die Situation sei anders als vor einem Dreivierteljahr und die Zeit dafür reif. "Wir sehen, der Impfstoff ist sicher."

Michael Kretschmer (46, CDU).
Michael Kretschmer (46, CDU).  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 3. Dezember, 6.27 Uhr: Keine Kulturveranstaltungen mehr in diesem Jahr

Nun steht es fest: Theateraufführungen und Konzerte wird es auf städtischen Bühnen in diesem Jahr nicht mehr geben. Die Staatstheater hatten mit einer Verlängerung ihrer bis 12. Dezember vorgesehenen Spielzeitpause bis zum 9. Januar vorgelegt, die städtischen Kultureinrichtungen ziehen nun nach.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: "In diesem Jahr bleibt der Vorhang zu: Städtische Kultureinrichtungen bis 9. Januar dicht".

Update, 3. Dezember, 6.20 Uhr: Keine flächendeckenden Testzentren - Jetzt reagiert das Rathaus

In Dresdens Randgebieten gibt es teils gar keine Corona-Testzentren - nachdem TAG24 über das Problem berichtete, reagiert jetzt auch das Rathaus.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: "Rentner darf nicht mit dem Bus zum Testcenter: So reagiert die Stadt!"

Update, 3. Dezember, 6.15 Uhr: So kontrolliert die Polizei die 3G-Regel

Seit gut einer Woche gilt in Sachsens Bussen und Bahnen 3G und die Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken. Die Einhaltung dieser Regeln zu kontrollieren, ist unter anderem die Aufgabe von Polizei-Oberkommissar Kahl (30).

Mehr dazu findet Ihr hier: "In Bus und Bahn gilt 3G: Mit der Polizei auf Corona-Kontrolle".

Update, 2. Dezember, 18.18 Uhr: Dresdner OB Hilbert für Lockdown und frühere Weihnachtsferien

Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert (50, FDP) plädiert für einen Lockdown vor Weihnachten in Sachsen.

Mehr dazu hier: "Noch vor Weihnachten: OB Hilbert für Lockdown in Sachsen"

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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