Coronavirus in Dresden: "Querdenker"-Demos in Dresden bleiben untersagt

Dresden - Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 26.761 mit dem Virus infizierte Menschen, die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 164,7 (Vortag: 167,4). Der Inzidenz-Wert des RKI liegt bei 146,9 (Vortag: 147,6; alle Stand: 16. April, 12 Uhr).

Auf der Brühlschen Terrasse in Dresden sind wegen der Coronavirus-Pandemie und dem Lockdown deutlich weniger Personen unterwegs als gewohnt.
Auf der Brühlschen Terrasse in Dresden sind wegen der Coronavirus-Pandemie und dem Lockdown deutlich weniger Personen unterwegs als gewohnt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Der Freistaat befindet sich weiterhin im Lockdown, der nochmal verlängert wurde - diesmal bis zum 9. Mai.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr >> hier.

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 17. April, 10.44 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Sachsen wieder leicht gestiegen

Laut den Statistiken des Robert Koch-Institutes (RKI) vom Samstag stieg der Wochenwert der Corona-Neuinfektionen in Sachsen leicht an auf 232 (Stand 9.25 Uhr).

Am Vortag betrug die Sieben-Tage-Inzidenz noch 229,5. Nur in Thüringen (250) ist die Quote derzeit noch höher. Bundesweit lag die Inzidenz am Samstag bei 161. Am stärksten sind laut Gesundheitsministerium die Landkreise Zwickau und das Vogtland betroffen mit einer Inzidenz deutlich über 300.

Neben der Inzidenz gilt zudem in Sachsen die Zahl der belegten Betten mit Covid-19-Patienten als Richtwert. Sind 1300 Krankenhausbetten belegt, werden Lockerungen zurückgenommen. Am Freitag waren 1187 Betten (73,6 Prozent) belegt.

Update, 17. April, 7.57 Uhr: "Querdenker"-Versammlungen in Dresden bleiben untersagt

Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat am Freitagabend das Verbot der "Querdenker"-Versammlungen am Samstag in Dresden bestätigt.

Das Gericht gehe von nicht vertretbaren Gefahren für Beteiligte und Passanten aus, erklärte eine Sprecherin. Insbesondere wegen der überdurchschnittlich hohen Infektionszahlen und der Verbreitung ansteckenderer Virusvarianten bestehe ein nicht absehbares Risiko. Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zum OVG-Urteil zur Dresdner "Querdenken"-Demo.

Schon die letzten "Querdenken"-Demos am 13. März waren eigentlich verboten, trotzdem wurde die wurde die Stadt von Hunderten Demonstranten überrumpelt.
Schon die letzten "Querdenken"-Demos am 13. März waren eigentlich verboten, trotzdem wurde die wurde die Stadt von Hunderten Demonstranten überrumpelt.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 17. April, 7.27 Uhr: Immer mehr Dresdner Wirte servieren auch Corona-Tests

Mehr als ein Dutzend Dresdner Lokale bieten nicht nur Schnitzel und Rouladen zum Mitnehmen oder als Lieferservice an, sondern auch Corona-Schnelltests mitten im Restaurant. Wo das zum Beispiel möglich ist, erfahrt Ihr im TAG24-Artikel zu Corona-Tests in Dresdner Restaurants.

Update, 17. April, 7.20 Uhr: Kritische Marke von 1300 Corona-Betten bald erreicht - wann kommt die Lockdown-Rolle rückwärts?

Ein Ende der Lockerungen der Corona-Regeln ist in Sicht: Wenn in den sächsischen Kliniken Mitte nächster Woche 1300 Corona-Betten belegt sind, müssen Geschäfte und Museen wieder schließen.

Schulen und Kitas sollen voraussichtlich trotzdem weiter auf bleiben. Am Freitag waren in ganz Sachsen 1187 Betten auf Normal- und 401 Betten auf Intensivstationen belegt (Auslastung: 73,6 Prozent). Das Robert Koch-Institut registrierte 1887 Corona-Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag. Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zur aktuellen Betten-Situation in Sachsens Krankenhäusern.

Update, 17. April, 5 Uhr: Freibäder wollen mit Hygienekonzepten Saison bestreiten

Die Freibäder in Sachsen bereiten sich trotz des Corona-Lockdowns und eines noch fehlenden Eröffnungstermins auf die neue Saison vor.

Dabei greifen viele auf Erfahrungen mit den Hygiene-Konzepten des vergangenen Jahres zurück, wie eine dpa-Umfrage ergab. So sei bei ausreichend Abstand und dem Tragen von Masken in bestimmten Bereichen ein sicheres Baden möglich, betonte eine Sprecherin der Leipziger Sportbäder. In Dresden soll auf den Online-Ticket-Verkauf zurückgriffen werden. Mehr dazu im TAG24-Artikel zu den Corona-Plänen von Sachsens Freibädern.

Update, 16. April, 20.40 Uhr: Sachsen für die Schweiz wieder Corona-Risikogebiet

Wegen hoher Infektionszahlen steht das Bundesland Sachsen ab kommenden Montag wieder auf der Schweizer Liste der Corona-Risikoländer und -gebiete. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit am Freitag in Bern mit.

Dann müssen Reisende, die sich dort in den vorangegangenen zehn Tagen aufgehalten hatten, zur Einreise einen negativen Test vorlegen und nach Ankunft zehn Tage in Quarantäne gehen. Mehr zu diesem Thema lest Ihr im TAG24-Bericht: "Sachsen ist für die Schweiz jetzt Corona-Risikogebiet!".

Wer aus Sachsen einreist, muss nun in der Schweiz in Quarantäne gehen.
Wer aus Sachsen einreist, muss nun in der Schweiz in Quarantäne gehen.  © 123RF/Fedor Selivanov

Update, 16. April, 18 Uhr: Konzerte in der Pandemie: Musiker Vogler für mehr Modellprojekte

Der Cellist und Intendant Jan Vogler (57) hält Modellprojekte zu Konzerten für einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer Normalisierung des Musikbetriebes in der Corona-Pandemie. Sie könnten dabei helfen, wichtige Erfahrungen für die Zukunft zu sammeln, sagte Vogler der Deutschen Presse-Agentur in Dresden.

"Wenn wir als Bürger diese Pandemie emotional überstehen wollen, müssen wir jetzt für Kultur in unserem Alltag kämpfen. Nach über zwölf Monaten Leben mit Covid-19 haben wir viel dazugelernt und mit Tests, Nachverfolgungen und Impfungen wirksame Mittel, um Kulturveranstaltungen sicher durchzuführen."

Vogler, der als Intendant der Dresdner Musikfestspiele und Leiter des Moritzburg Festivals abwechselnd in New York und Dresden lebt und international als Solist gastiert, unterstützte die Forderungen der Deutschen Orchestervereinigung (DOV) zur Nachbesserung des Infektionsschutzgesetzes.

"Wir alle brauchen existenziell Hoffnung, Licht und Trost in unserem Leben, diese Gefühle zu vermitteln - dafür ist Musik geschaffen", sagte der Cellist und Intendant zweier Musikfestivals in Sachsen, Jan Vogler (57).
"Wir alle brauchen existenziell Hoffnung, Licht und Trost in unserem Leben, diese Gefühle zu vermitteln - dafür ist Musik geschaffen", sagte der Cellist und Intendant zweier Musikfestivals in Sachsen, Jan Vogler (57).  © Patrick Pleul/dpa

Update, 16. April, 17.37 Uhr: Dresdner Polizei rüstet sich für Großeinsatz am Samstag

Trotz mehrerer Verbote von Corona-Demonstrationen rüstet sich die Polizei am Samstag in Dresden für einen Großeinsatz.

"Eine gewisse Ungewissheit bleibt", sagte Polizeisprecher Thomas Geithner. Zwar fehlt den Anhängern der "Querdenken"-Initiative anders als Mitte März ein legaler Anlaufpunkt. Dennoch würde derzeit im Internet unter "Querdenken"-Anhängern zu Spaziergängen oder zum Shoppen in der Innenstadt aufgerufen. Mehr zu diesem Thema lest Ihr im TAG24-Artikel "Trotz Demo-Verbot für 'Querdenken: Dresdner Polizei rüstet sich für Großeinsatz".

Polizisten und Demonstranten stehen am 13. März auf der Magdeburger Straße in Dresden. Für den 17. April plant die Polizei einen Großeinsatz und wird von Beamten anderer Bundesländern unterstützt.
Polizisten und Demonstranten stehen am 13. März auf der Magdeburger Straße in Dresden. Für den 17. April plant die Polizei einen Großeinsatz und wird von Beamten anderer Bundesländern unterstützt.  © Sebastian Kahnert/dpa

Update, 16. April, 16.21 Uhr: Rund 200.000 Kontrollen an tschechischer Grenze

Wegen der Einstufung von Tschechien als Virusvariantengebiet durch deutsche Behörden hat die Bundespolizei von Mitte Februar bis Mitte April vorübergehend Grenzkontrollen vorgenommen.

In dieser Zeit habe es rund 200.000 Kontrollen gegeben, teilte die Bundespolizei am Freitag in Pirna mit. Etwa 24.000 Menschen wurden demnach an der Grenze abgewiesen, weil keine Ausnahme laut Corona-Schutzverordnung vorlag. Rund 33.000 Reisende verfügten nicht über die notwendige Digitale Einreiseanmeldung und 15.000 Personen konnten keinen negativen Corona-Testnachweis vorlegen.

Vom Vogtland bis zum Dreiländereck bei Zittau waren Bundespolizisten aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Einheiten aus ganz Deutschland. Die Kontrollen seien unter anderem in enger Abstimmung mit den tschechischen Behörden, dem Zoll sowie Hilfsorganisationen erfolgt, hieß es.

Update, 16. April, 14.53 Uhr: Dresdner Dampfschifffahrt nimmt Linienverkehr auf der Elbe auf

Die Sächsische Dampfschifffahrt hat am Freitag mit zwei Schiffen den Linienverkehr auf der Elbe aufgenommen. Damit werden der historische Raddampfer "Pillnitz" und das moderne Salonschiff "Gräfin Cosel" vorübergehend zu öffentlichen Verkehrsmitteln. "Es ist alles pünktlich gestartet", sagte eine Sprecherin der Sächsische Dampfschiffahrt GmbH (SDS) am Freitag. Es seien trotz des regnerischen Wetters Gäste an Bord gekomen. "Allerdings nicht so viele wie bei Sonnenschein."

Die beiden Dampfer verkehren nun im Linienverkehr zwischen Blasewitz und Pillnitz. Der Betrieb wurde nach Monaten des coronabedingten Stillstands entsprechend umgestellt. Damit ist es nun möglich, unabhängig von der Wocheninzidenz in der Corona-Krise freitags bis sonntags planmäßig im ÖPNV-Modus zu verkehren - vier mal täglich elbaufwärts mit Hygienekonzept. Tickets gibt es ausschließlich online, es gilt Maskenpflicht während der Fahrt.

Das Salonschiff "Gräfin Cosel" der Sächsischen Dampfschifffahrt GmbH (SDS) fährt vor der Kulisse der Altstadt auf der Elbe. Insgesamt zwei Schiffe der Flotte der Sächsischen Dampfschifffahrt werden vorübergehend als öffentliche Verkehrsmittel zwischen Dresden und Pillnitz eingesetzt.
Das Salonschiff "Gräfin Cosel" der Sächsischen Dampfschifffahrt GmbH (SDS) fährt vor der Kulisse der Altstadt auf der Elbe. Insgesamt zwei Schiffe der Flotte der Sächsischen Dampfschifffahrt werden vorübergehend als öffentliche Verkehrsmittel zwischen Dresden und Pillnitz eingesetzt.  © Sebastian Kahnert/dpa

Update, 16. April, 14.22 Uhr: Gläserne Manufaktur von VW öffnet wieder für Besucher

Nach coronabedingter mehrmonatiger Schließzeit öffnet die Gläserne Manufaktur von Volkswagen in Dresden am Samstag für Besucher. Für die Wiedereröffnung gebe es ein "umfangreiches Hygienekonzept", teilte der Autobauer am Freitag in Dresden mit.

Unter anderem müssten Besucher einen negativen Schnelltest oder eine Selbstauskunft vorlegen. Anstatt eines geführten Rundgangs gibt es für Gäste einen 25-minütigen Vortrag in der Erlebniswelt zum Thema E-Mobilität, die vorher und nachher erkundet werden kann.

Zu sehen ist zudem die neue Ausstellung "20 Jahre Gläserne Manufaktur" sowie ein Projekt von 14 Auszubildenden, die einen ID.3. nach eigenen Vorstellungen aufgebaut haben.

Die Gläserne Manufaktur in Dresden darf wieder besucht werden.
Die Gläserne Manufaktur in Dresden darf wieder besucht werden.  © Steffen Füssel

Update, 16. April, 14.11 Uhr: Sondersitzung des Landtages zum Infektionsschutzgesetz

Der Sächsische Landtag befasst sich am kommenden Dienstag mit den geplanten Änderungen am Infektionsschutzgesetz des Bundes. Die Sondersitzung war von der AfD-Fraktion beantragt worden, teilte das Parlament am Freitag mit.

AfD-Fraktionschef Jörg Urban warf der Bundesregierung vor, die Länder entmachten zu wollen: "Sie will mit ihrer 'Corona-Notbremse' ab einer bestimmten Inzidenz Schulen schließen, Ausgangssperren verhängen und Läden zusperren. Die AfD verwehrt sich der Einflussnahme des Bundes auf die Länder, besonders auf der Basis des wissenschaftlich hochumstrittenen Inzidenzwertes."

Mit dem Antrag wird die sächsische Regierung unter anderem aufgefordert, den Gesetzentwurf ergebnisoffen im Bundesrat zu diskutieren und sich um eine Klärung im Vermittlungsausschuss zu bemühen.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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