Das große Bibbern im Dresdner Zoo: So werden die Tiere geschützt

Dresden - Große Stille herrscht derzeit im Dresdner Zoo.

Lungern auf dem "heißen Stein": Die Geparden haben gut lachen - ihr Felsen ist beheizt.
Lungern auf dem "heißen Stein": Die Geparden haben gut lachen - ihr Felsen ist beheizt.  © Eric Münch

Die weiße Pracht dämpft die Geräusche ringsum, noch immer fehlen die Besucher. In den weiß gezuckerten Gehegen sind zudem kaum Tiere zu sehen, denn es ist ihnen schlichtweg zu kalt draußen.

Nicht einmal die Humboldt-Pinguine tapsen auf ihrer Anlage herum, wie der unberührte Schnee verrät. Die Frackträger (aus Südamerika) meiden - anders als ihre Verwandten aus der Antarktis - die Kälte.

Dafür baden sie gern in ihrem Außenpool. Durch die Zirkulation hat das Wasser immerhin um die fünf Grad Celsius - und ist somit deutlich wärmer als die Luft. "Gefüttert werden die Pinguine aber drinnen in ihrem Bau", sagt Zoosprecher Matthias Hendel.

Dresden: Laut Zeugen: Mann mit Axt in Dresdner Altstadt unterwegs
Dresden Laut Zeugen: Mann mit Axt in Dresdner Altstadt unterwegs

Anders die Geparden: Sie tapsen durch den Schnee, thronen auf ihrem Stein und schauen cool von oben herab. Besonders tapfer trotzen sie der Kälte aber nicht: Der Stein ist nämlich beheizt. Wie auch bei den Löwen.

Kalt, aber herrlich ruhig für die scheuen Räuber: Die Löwen genießen die momentane Stille im Zoo.
Kalt, aber herrlich ruhig für die scheuen Räuber: Die Löwen genießen die momentane Stille im Zoo.  © Eric Münch
Er ist zu Hause, wo es kalt ist: Diesem Goldtakin macht ein eisiger Bauch offenbar Freude.
Er ist zu Hause, wo es kalt ist: Diesem Goldtakin macht ein eisiger Bauch offenbar Freude.  © Eric Münch

Wann öffnet der Dresdner Zoo wieder?

Fracksausen unter Wasser: Die plus fünf Grad im Pool sind für die Pinguine viel angenehmer als die Bibber-Temperaturen im Freien an Land.
Fracksausen unter Wasser: Die plus fünf Grad im Pool sind für die Pinguine viel angenehmer als die Bibber-Temperaturen im Freien an Land.  © Eric Münch

So ein "Heizkissen" haben die Schneeleoparden nicht. Ihnen war es am Dienstag zu kalt, um ins Freie zu gehen.

Genuss an Schnee und Eis zeigen indes die Goldtakine. Die ziegenartigen Hornträger stammen ursprünglich aus dem chinesischen Hochgebirge und sind von Natur aus Kälte gewohnt. Sie "weideten" am Dienstag folglich ganz entspannt im eisigen Weiß.

Die Pelikane wurden längst ins Haus geholt - Temperaturen unter minus fünf Grad sind für sie unerträglich. Auch für Giraffen und Affen ist es zu kalt draußen.

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Den Rotbüffeln könnten gar die Ohren abfrieren! Sie haben nun sogar eine doppelte Stalltür bekommen. Zebras bekommen nur noch ein Stündchen Ausgang am Tag.

Im Zoo ist die Hoffnung groß, die Tore bald wieder für Besucher öffnen zu können: "Sobald ein Signal von der Politik kommt, können wir innerhalb von drei Tagen öffnen", so Zoochef Karl-Heinz Ukena (50).

Titelfoto: Eric Münch

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