Das Sommersemester in Dresden beginnt, doch die Studenten bleiben zu Hause

Dresden - Montag beginnen an den Unis die ersten Lehrveranstaltungen des Sommersemesters - online!
Ein leerer Hörsaal im Hörsaalzentrum der Technischen Universität Dresden
Ein leerer Hörsaal im Hörsaalzentrum der Technischen Universität Dresden  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Denn durch die Corona-Krise verlagern die Hochschulen ihr Angebot ins Netz. Die TU Dresden sieht sich gut aufgestellt. Studentenvertreter warnen jedoch vor Benachteiligungen.

"Wir sind bandbreitentechnisch maximal ausgestattet, mit 2 x 100 Gigabit pro Sekunde sehen wir keine Engpässe", sagt Prof. Wolfgang Nagel, Leiter des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen an der TU. 

Die staatliche Einrichtung hat zusätzlich noch zwei Verträge mit privaten Cloudservice-Anbietern abgeschlossen, um mehr Bandbreite für Streaming und Lehrmaterial zu bieten.

Doch das sind nur die Kapazitäten der TU. Nicht alle ihre Studenten weilen aber in der Stadt oder sind an das Uni-Internet angeschlossen. 

"Nicht jeder hat eine besonders gute Internetverbindung oder die nötige technische Ausrüstung zu Hause, wodurch es zu großen Benachteiligungen kommen wird. Die Infrastruktur ist bereits in Nicht-Krisenzeiten unzureichend - für solche Phasen, in den fast alles online ablaufen muss, ist sie es erst recht", sagen Paul Senf (22) und Lukas Eichinger (23) von der "Konferenz Sächsischer Studierendenschaften".

"Nichtsemester" abgelehnt

Sieht die TU für den Online-Ansturm gerüstet: Prof. Wolfgang Nagel, Direktor des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen.
Sieht die TU für den Online-Ansturm gerüstet: Prof. Wolfgang Nagel, Direktor des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen.  © TU Dresden
Studenten sollen in diesem Semester nicht benachteiligt werden, fordert Lukas Eichinger (23).
Studenten sollen in diesem Semester nicht benachteiligt werden, fordert Lukas Eichinger (23).  © Linus Walter

Sie fordern mehr Flexibilität: "Es darf keine Zwänge - auch nicht finanzielle - geben, Prüfungen ablegen oder an Lehrveranstaltungen teilnehmen zu müssen. Wer nicht dem Studium nachkommen kann, darf keine Nachteile haben." 

Die bundesweit von Uni-Mitarbeitern und Studenten erhobene Forderung nach einem "Nichtsemester", also unbefristete Lohnfortzahlung und keine Pflichtprüfungen während der Pandemiezeit, hatte die sächsische Landesrektorenkonferenz bereits abgelehnt. 

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Dresden Lokal:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0