Dresdens Bäume sterben ab! Stadt kommt mit Neupflanzungen nicht hinterher

Dresden - Dresdens Bäumen geht es schlecht! Mittlerweile sterben so viele von ihnen ab, dass die Stadt an finanzielle und personelle Kapazitätsgrenzen stößt. Das geht aus einer Mitteilung des Grünflächenamts hervor.

Anfang des Jahres wurden im Waldpark Blasewitz hunderte Bäume gefällt. Amtsleiter Detlef Thiel (60) muss sie ersetzen. (Bildmontage)
Anfang des Jahres wurden im Waldpark Blasewitz hunderte Bäume gefällt. Amtsleiter Detlef Thiel (60) muss sie ersetzen. (Bildmontage)  © Thomas Türpe/Steffen Füssel

Das Rathaus will demnach zwar bis zum Frühjahr fast 600 Bäume pflanzen, kann damit aber lediglich die Verluste ausgleichen. 

"Wir ersetzen damit die Anzahl Bäume, die in diesem Jahr wegen der veränderten klimatischen Bedingungen abgestorben sind, können den Baumbestand jedoch nicht erhöhen", erklärt Amtsleiter Detlef Thiel (60). 

Dabei war genau das das Ziel des städtischen Straßenbaumkonzeptes. Das sieht eigentlich vor, in zehn Jahren einen Bestand von 64.300 Bäumen zu erreichen. 

Dafür müssten aber jährlich 1.000 Bäume zusätzlich gepflanzt werden. Um das zu schaffen, wären 4,2 Millionen Euro pro Jahr und mehr Personal notwendig.

Die Ursache für das Absterben der Bäume sind Wassermangel und lange Trockenperioden mit hohen Temperaturen. 

Dresden will bis zum Frühjahr 600 neue Bäume pflanzen.
Dresden will bis zum Frühjahr 600 neue Bäume pflanzen.  © Lutz Hentschel

Beides macht den Bestand anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Bis Ende Februar werden deshalb weitere Bäume gefällt.

Titelfoto: Thomas Türpe/Steffen Füssel

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