Dresdens neue Freiheit: Das ist ab Mittwoch wieder möglich

Dresden - Dresden macht sich locker! Mit einem Wert von 82,6 (RKI) lag die Inzidenz am Montag den fünften Werktag in Folge unter der kritischen Marke von 100. Damit sind ab Mittwoch zahlreiche Lockerungen möglich. Dem kühlen Wetter zum Trotz kann damit endlich die Biergarten- und Freisitz-Saison beginnen.

Betriebsleiter Christian Seegerer (33, l.) und Mitarbeiter Daniel Seidel (32) haben den Außenbereich des Hacker-Pschorr auf dem Altmarkt für den Start hübsch hergerichtet.
Betriebsleiter Christian Seegerer (33, l.) und Mitarbeiter Daniel Seidel (32) haben den Außenbereich des Hacker-Pschorr auf dem Altmarkt für den Start hübsch hergerichtet.  © Ove Landgraf

Am Wirtshaus Hacker-Pschorr auf dem Altmarkt wurde prompt damit begonnen, den Außenbereich aufzubauen.

"Ich bin froh, dass es nach über einem halben Jahr endlich wieder losgehen kann", sagt Betriebsleiter Christian Seegerer (33). Begonnen wird zunächst mit 112 Plätzen.

Je nach Personallage und Andrang können die aber noch aufgestockt werden. Auch Estancia-Wirt Steffen Zuber (56) bereitet sich auf die bevorstehende Öffnung vor.

Damit die Gäste seines "Beef Club", der am Donnerstag wieder öffnet, ein ordentliches Stück Fleisch auf den Teller bekommen, stattete er gestern dem Lieferanten seines Vertrauens einen Besuch ab.

Bis die Inzidenz unter 50 fällt, dürfen Dresdens Gastronomen allerdings nur ihre Außenbereiche öffnen. Außerdem müssen Termine gebucht und die Kontaktdaten erfasst werden. Sitzt mehr als ein Haushalt am Tisch, braucht es außerdem einen tagesaktuellen negativen Test.

Beim Hacker-Pschorr kann man den direkt im hauseigenen Testcenter machen, das weiterhin geöffnet bleibt. Vollständig Geimpfte und Genesene brauchen den Test nicht.

Das Innere des Wirtshauses bleibt weiter ein Schnelltestcenter.
Das Innere des Wirtshauses bleibt weiter ein Schnelltestcenter.  © Ove Landgraf
Ab Mittwoch dürfen sich im Freien wieder bis zu zehn Personen treffen.
Ab Mittwoch dürfen sich im Freien wieder bis zu zehn Personen treffen.  © DPA / Robert Michael
"Estancia"-Gastronom Steffen Zuber (56, r.) kaufte bei seinem Fleischlieferanten frische Ware ein.
"Estancia"-Gastronom Steffen Zuber (56, r.) kaufte bei seinem Fleischlieferanten frische Ware ein.  © privat

Nicht nur die Gastronomie erwartet Erleichterungen

Kino-Besuche sind theoretisch zwar wieder möglich, doch es fehlt derzeit noch an neuen Filmen.
Kino-Besuche sind theoretisch zwar wieder möglich, doch es fehlt derzeit noch an neuen Filmen.  © Thomas Türpe

Nicht nur in der Gastronomie gibt es Erleichterungen.

Die Ausgangssperre entfällt und in geschlossenen Raum dürfen sich wieder bis zu fünf Personen aus zwei Hausständen treffen, im Freien sogar bis zu zehn. Kinder unter 14, Genesene oder vollständig Geimpfte werden nicht mitgezählt. Auch in Fitnessstudios kann wieder trainiert werden. Auch Kunst- und Kultureinrichtungen dürfen unter Auflagen wieder öffnen.

Bis zum ersten Kino- oder Theaterbesuch müssen sich die Dresdner trotzdem noch etwas gedulden. Im Staatsschauspiel soll der Spielbetrieb im Juni beginnen.

"Wir können nicht von heute auf morgen starten", sagt Sprecherin Gertrud Aringer. Das gilt auch für die Kinos. "Ohne relevante neue Filme macht das Öffnen keinen Sinn", sagt Schauburg-Chef Stefan Ostertag (44).

Die Branche sei deshalb dabei, sich auf einen bundesweiten Start im Juli zu verständigen.

"Wir erreichen einen Meilenstein in der Pandemie-Bewältigung und sehen sprichwörtlich Licht am Ende des Tunnels der vergangenen, entbehrungsreichen Monate", freut sich Gesundheitsbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann (44, Linke). Gleichzeitig appelliert sie an die Dresdner: "Bitte gehen Sie mit Augenmaß vor!"

Titelfoto: DPA / Robert Michael

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