Der Leutewitzer Park soll weg, doch Dresdner Anwohner kämpfen für ihn

Dresden - Wald oder Wohnungen? Für die Anwohner am Leutewitzer Park gibt es darauf nur eine Antwort.

Sina Burkert (39, 3.v.r.) kämpft gemeinsam mit anderen Anwohnern für einen Erhalt der Waldfläche am Leutewitzer Park.
Sina Burkert (39, 3.v.r.) kämpft gemeinsam mit anderen Anwohnern für einen Erhalt der Waldfläche am Leutewitzer Park.  © Petra Hornig

Mit der Bürgerinitiative "Ein Wald für Cottas Klima" setzen sich mittlerweile etwa 250 von ihnen dafür ein, dass ein fast zwei Hektar großes ehemaliges Gärtnerei-Areal südlich der Schaumbergerstraße und der Ockerwitzer Straße nicht mit weiteren Wohnhäusern bebaut wird.

Genau das plant Investor Uwe Köhn, der bereits mehrere Häuser in dem Gebiet realisiert hat. Acht Mehrfamilienhäuser mit je sechs Wohnungen sollen entstehen und dafür ein Bebauungsplan erarbeitet werden.

Für die Anwohner, die zum Teil selbst in Häusern wohnen, die von Köhn gebaut wurden, ist das ein Unding. Denn eigentlich sollte nach den bisherigen Häusern Schluss sein. 

"Das Gelände ist im neuen Flächennutzungsplan als Wald eingestuft", sagt Sina Burkert (39) von der Bürgerinitiative. Der ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

Die Entscheidung über die Aufstellung eines Bebauungsplans trifft nun der Bauausschuss. Und der hat bereits im vergangenen Jahr die teilweise Bebauung befürwortet.

Unterstützung erhält die Bürgerinitiative von der SPD. Aus deren Sicht gibt es im Dresdner Westen ausreichend andere Flächen für zusätzlichen Wohnraum. "Ich befürchte eine Salami-Taktik, die nach und nach zu einem immer stärkeren Verlust an Grünflächen führt", sagt SPD-Stadtrat Stefan Engel (27).

Titelfoto: Petra Hornig

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