Dresdner protestieren gegen "ausbeuterische Verhältnisse und Pflegenotstand"

Dresden - Zum Internationalen Tag der Pflege sind am Mittwoch in Dresden mehrere Dutzend Menschen auf die Straße gegangen. Mit der Aktion wollten die Organisatoren gegen "ausbeuterische Verhältnisse und einen Pflegenotstand im Gesundheitswesen" protestierten. Allerdings blieb die Teilnahme überschaubar.

"Wir lassen uns nicht kaputt SPAHN", steht auf einem Transparent zweier Demo-Teilnehmer in Dresden.
"Wir lassen uns nicht kaputt SPAHN", steht auf einem Transparent zweier Demo-Teilnehmer in Dresden.  © dpa/Sebastian Kahnert

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) unterstützte den Protest. "Der DGB ist solidarisch mit den Pflegekräften, die oft unter sehr prekären Bedingungen arbeiten – in einem Beruf, den die meisten eigentlich aus Leidenschaft ergriffen haben", erklärte der Dresdner DGB-Chef André Schnabel.

Der DGB verlangte mehr Personal im Gesundheitswesen, eine deutlich bessere Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen in den Einrichtungen. Eine weitere Forderung betraf den Erhalt aller Krankenhäuser in Dresden. Gesundheit darf kein Geschäft sein, hieß es.

Die Leitung der Asklepios-Kliniken in Sachsen dankte ihrem Personal zum Tag der Pflege. An drei Orten im Freistaat seien rund 600 Pflegekräfte mit großem Engagement und Fürsorge im Einsatz.

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"Ich habe großen Respekt vor unserem Personal, das hier an unseren Standorten jeden Tag aufs Neue unermessliche Leistungen für den Menschen erbringt", erklärte Regionalgeschäftsführerin Jana Uhlig.

Dies könne man nicht genug würdigen. Als Dankeschön erhielt jeder Mitarbeiter zwei Glas Senf aus Bautzen.

Teilnehmer einer Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) stehen anlässlich des Internationalen Tags der Pflege mit Transparenten auf der Blasewitzer Straße.
Teilnehmer einer Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) stehen anlässlich des Internationalen Tags der Pflege mit Transparenten auf der Blasewitzer Straße.  © dpa/Sebastian Kahnert
Auf dem Altmarkt protestierten einige Pfleger, indem sie zeitweise in grünen Regencapes auf dem Boden lagen. "Klatschen hilft nicht" stand auf ihren Transparenten.
Auf dem Altmarkt protestierten einige Pfleger, indem sie zeitweise in grünen Regencapes auf dem Boden lagen. "Klatschen hilft nicht" stand auf ihren Transparenten.  © Michelle Geißler

Der Internationale Tag der Pflege wird in Erinnerung an die britische Krankenschwester Florence Nightingale begangen, die am 12. Mai 1820 geboren wurde. Sie gilt als Begründerin der modernen westlichen Krankenpflege.

1860 gründete sie die erste Schwesternschule Englands und kümmerte sich um eine professionelle Ausbildung.

Titelfoto: dpa/Sebastian Kahnert

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