E-Roller-Ärger: Stadträte wollen Abstell-Chaos Ende bereiten

Dresden - Sie sind wieder da und mit ihnen die Probleme.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (48, FDP) soll die Anbieter zur Räson rufen.
Oberbürgermeister Dirk Hilbert (48, FDP) soll die Anbieter zur Räson rufen.  © Steffen Füssel

Seit die E-Roller vor wenigen Wochen nach Dresden zurückgekehrt sind, stehen und liegen sie wieder überall herum. 

Der Linken im Stadtrat sind sie deshalb schon lange ein Dorn im Auge. Mit einem Antrag wollen sie dem Chaos deshalb Einhalt gebieten.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (48, FDP) soll die Anbieter dazu verpflichten, Probleme wie falsch abgestellte Roller, die eine Gefährdung für den Fuß-, Rad- und Autoverkehr darstellen, innerhalb von zwei Stunden zu beheben. 

Außerdem soll die Zahl der Roller im Stadtgebiet auf maximal 1000 beschränkt werden.

Bislang sind in der Innenstadt 300 Roller pro Anbieter erlaubt, in der "Kernstadt" drumherum jeweils weitere 700. Ginge es nach den Anbietern, sollten es jedoch mehr statt weniger werden. 

"In der Innenstadt ist die Nachfrage so groß, dass wir uns dort eine Verdopplung der Obergrenze auf 600 Fahrzeuge wünschen", sagt "Lime"-Sprecher Florian Anders auf TAG24-Nachfrage.

So fein aufgereiht stehen die E-Roller selten im Stadtbild.
So fein aufgereiht stehen die E-Roller selten im Stadtbild.  © Ove Landgraf

Unterstützung kommt von den Sozialdemokraten, aber die Genossen haben ihre ganz eigenen Vorstellungen...

Viel zu oft werden die Scooter umgestoßen, behindern dann Fußgänger und Kinderwagen.
Viel zu oft werden die Scooter umgestoßen, behindern dann Fußgänger und Kinderwagen.  © Ove Landgraf

Damit die E-Scooter nicht mehr überall herumstehen, fordert die Linke in ihrem Antrag außerdem, dass diese nur noch an festgelegten Sammelstellen abgestellt werden dürfen.

Begründet werden die Forderungen damit, dass die Roller für Menschen mit Behinderung und Familien mit Kinderwagen eine Zumutung seien. 

Diese würden gezwungen, auf die Straße auszuweichen. Für blinde Menschen sind sie auf den Gehwegen zudem ein gefährliches Hindernis. 

Unterstützung kommt von der SPD. Diese will die Einrichtung von Sammelstellen allerdings streichen.

Der Vorteil der verschiedenen E-Scooter-Angebote liege nämlich gerade in der flexiblen Verfügbarkeit und der Möglichkeit, Fahrten nicht nur an festgelegten Stationen beginnen und enden zu lassen. 

Titelfoto: Steffen Füssel/Ove Landgraf

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