Eigentlich soll der Park für alle offen sein: Wer verschließt das Tor am Herzogin Garten?

Dresden - Vor zwei Jahren ist der Herzogin Garten nach Jahrzehnten ins Herz Dresdens zurückgekehrt. Seitdem erfreut sich das Kleinod unweit des Zwingers großer Beliebtheit bei Anwohnern und Besuchern. Doch die stehen seit einigen Wochen an der Straße "An der Herzogin Garten" immer öfter vor einem verschlossenen Tor. Dabei hatte sich Eigentümer Reinhard Saal (70) verpflichtet, den Park öffentlich zugänglich zu lassen.

Thomas Löser (49, Grüne) will sich dafür einsetzen, dass das Tor zum Herzogin Garten wieder dauerhaft offen ist.
Thomas Löser (49, Grüne) will sich dafür einsetzen, dass das Tor zum Herzogin Garten wieder dauerhaft offen ist.  © Holm Helis

Die Angst der Anwohner: Statt einem Tor könnten bald alle und der Park für die Öffentlichkeit gesperrt werden.

"Ich kriege jeden Tag mit, dass Menschen am Tor rütteln und sich beschweren", erzählt ein Anwohner. Viele Anlieger seien deshalb verwundert und verärgert.

Einige haben sich deshalb an Grünen-Stadtrat Thomas Löser (49) gewandt, der sich seit Jahren dafür einsetzt, den Park offenzuhalten. Er hätte den "Eindruck, dass mit der Schließung des Tors dauerhaft Fakten geschaffen werden sollen", schreibt einer.

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Um das zu verhindern, will Löser nun bei der Stadt anfragen, was genau vereinbart wurde. "Wenn Tore da sind, dann sollten die nach meinem Verständnis auch offen sein."

Reinhard Saal versichert auf TAG24-Anfrage, dass er nicht vorhabe, den Park zu sperren.

Eigentümer Reinhard Saal hat nichts dagegen, wenn das Tor offen bleibt

Das besagte Tor diene jedoch einzig und allein als Feuerwehrzufahrt und sei nur aus Nachlässigkeit so lange offen gewesen. Es sei auch nicht Teil der Vereinbarung mit der Stadt.

Nun werde es von jemandem aus der Wohneigentümer-Gemeinschaft der Orangerie verschlossen. Das Thema sei aber "in Klärung", so Saal.

Seiner Meinung könne das Tor ruhig offen bleiben. Wichtiger als die Zugänge sei ihm, dass sich die Besucher an die Parkordnung halten und den Herzogin Garten "nicht für ihre Picknicks oder als Hundeklo benutzen". Schließlich sollten sich alle darin wohlfühlen.

Titelfoto: Holm Helis

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