Einbruch ins Grüne Gewölbe: Die Linke fordert Konsequenzen

Dresden - Die Linksfraktion im sächsischen Landtag fordert von der Regierung Auskunft zur Aufarbeitung des Juwelendiebstahls aus dem Dresdner Grünen Gewölbe vor drei Jahren.

Diamanten und Brillanten im Millionenwert wurden am 25. November 2019 aus dem Grünen Gewölbe in Dresden entwendet.
Diamanten und Brillanten im Millionenwert wurden am 25. November 2019 aus dem Grünen Gewölbe in Dresden entwendet.  © Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

In einem am Donnerstag veröffentlichten Antrag verlangt Die Linke eine ausführliche Zwischenbilanz zu den von der Regierung gewonnenen und ausgewerteten Erkenntnissen zu dem Einbruch.

Desweiteren fordern sie die Zwischenbilanz der rechtlichen, technischen, finanziellen, personellen und dienstrechtlichen Konsequenzen.

Es habe "noch niemand politische Verantwortung übernommen". Die Schuld an Sicherheitslücken werde seit Jahren zwischen Innen- und Kulturministerium, Immobilien-Staatsbetrieb und Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) Dresden "hin und her geschoben, sagte Fraktionschef Rico Gebhardt (59).

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Weiter sagt Gebhardt: "Wir erleben eine beispiellose Verantwortungsflucht."

Die Regierung soll deshalb die Ergebnisse der Aufklärung und Ermittlung der Umstände, Hintergründe, Vorgehensweise, Abläufe, die Folgen für die Kunst- und Kulturgüter in Sachsen sowie Tatbeteiligte offenlegen.

Die Linke behauptet, dass nicht alles unternommen wurde, um einen Einbruch zu verhindern

Linken-Vorsitzender Rico Gebhardt (59) findet, dass die Schuld an Sicherheitslücken nur hin und hergeschoben wird.
Linken-Vorsitzender Rico Gebhardt (59) findet, dass die Schuld an Sicherheitslücken nur hin und hergeschoben wird.  © Thomas Türpe

Gefragt wird nach festgestellten Mängeln, Versäumnissen und Defiziten, auch in organisatorischer und personeller Hinsicht, die für den Diebstahl historischer Schmuckstücke aus Tausenden Diamanten und Brillanten am 25. November 2019 mitursächlich waren.

Es sei "augenfällig", dass diese ihn "mindestens" begünstigten, sagte Gebhardt.

"Unser Eindruck ist, dass die Verantwortlichen durchaus nicht alles unternommen haben, um einen Einbruch zu verhindern." Die Fraktion bezweifelt zudem, dass die nötigen Konsequenzen gezogen wurden, "um solche Fälle künftig zu verhindern".

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Gebhardt kritisierte auch, dass das Parlament "bis heute nicht genau weiß, wie es zum Sicherheitsversagen kam".

Und zu den Schlussfolgerungen sei diesem bisher nur die Tatsache bekannt, "dass lange hinter Sichtschutz am Residenzschloss gearbeitet worden ist."

Titelfoto: Montage: Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa, Thomas Türpe

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