Einsatz mit acht Krankenwagen am S-Bahnhof: Was war los in Strehlen?

Dresden - Am gestrigen Donnerstagabend wurde die Feuerwehr zu einem großen Einsatz am Haltepunkt Strehlen alarmiert.

Mehrere Patienten mussten mit Tragen aus dem Bahnhof in Krankenhäuser gebracht werden.
Mehrere Patienten mussten mit Tragen aus dem Bahnhof in Krankenhäuser gebracht werden.  © Roland Halkasch

Ersten Informationen zufolge sollen acht Fahrzeuge des Rettungsdienstes gegen 21.50 Uhr zum S-Bahnhof Strehlen im gleichnamigen Stadtteil ausgerückt sein.

Grund war wohl eine Pfadfindergruppe, die zugleich über dieselben Krankheits-Symptome klagte. So sollen die Kinder und Jugendlichen, die aus Baden-Württemberg stammen, über Kreislaufprobleme, Unwohlsein und Erbrechen geklagt haben. Schon am Donnerstagvormittag musste deshalb ein Pfadfinder der Gruppe in ein Krankenhaus gehen.

Die Probleme bei den anderen Jugendlichen traten laut TAG24-Informationen während der Fahrt mit der S-Bahn auf. Diese verließen die Pfadfinder anschließend in Strehlen und riefen Hilfe.

Noch am Bahnsteig sollen die Betroffenen behandelt worden sein. Für zwölf Patienten ging es anschließend in Krankenhäuser.

Was der Auslöser der Beschwerden ist, ist noch unklar und wird nun in den Kliniken untersucht.

Umleitungen für Bus und Bahn nötig

Während der Rettungsmaßnahme war die DVB-Strecke teilweise gesperrt.
Während der Rettungsmaßnahme war die DVB-Strecke teilweise gesperrt.  © Roland Halkasch

Wie die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) auf Twitter erklärten, mussten aufgrund des großes Rettungseinsatzes zum Teil umfangreiche Umleitungen eingerichtet werden.

Die Straßenbahnen 9 und 13 in den Richtungen Kaditz beziehungsweise Mickten fuhren jeweils aus Prohlis kommend durch Reick und über die Stübelallee. Die Linie 9 konnte am Lennéplatz ihre reguläre Strecke fortsetzen, die 13 ab Sachsenplatz.

Zudem mussten die Busse der Linien 61, 63 sowie 75 den Bahnhof umfahren und konnten deshalb in den Richtungen Niederwartha, Pillnitz und Fernsehturm nicht an der Haltestelle stoppen.

Autofahrer waren durch die Rettungsmaßnahmen nicht betroffen, da die Straße generell nur für Nahverkehr freigegeben ist.

Der Einsatz dauerte mehr als eine Stunde an. Erst in der Nacht konnte die Streckensperrung der DVB aufgehoben werden. 

Titelfoto: Montage: Roland Halkasch

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