Einsturzgefahr durch zu viel Schnee? So steht es um Dresdens Dächer!

Dresden - Wie halten Dächer die Schneelast aus? Wer in den vergangenen Tagen Schnee schippen musste, weiß, wie schwer die weiße Pracht sein kann.

Dresdens Bäder-Chef Matthias Waurick (58, l.) hat die Schneelast auf Flachdächern, wie hier bei der EnergieVerbund Arena (r.), im Blick.
Dresdens Bäder-Chef Matthias Waurick (58, l.) hat die Schneelast auf Flachdächern, wie hier bei der EnergieVerbund Arena (r.), im Blick.  © Eric Münch & Steffen Füssel

An dieser Last haben auch Dresdens Dächer zu tragen. Das kann besonders bei Flachdächern zum Problem werden.

"Das Dach der EnergieVerbund Arena ist mit einer Messvorrichtung versehen. Derzeit liegt die Schneelast bei 25 Prozent", teilt das Rathaus mit.

Eine Räumung müsste erst bei 75 Prozent geprüft werden.

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Zudem seien die Dächer der Gebäude auf den Sportstätten statisch so ausgerichtet, dass sie nicht beräumt werden müssen. Auch bei den Schwimmhallen war noch kein Eingreifen nötig.

"Die Schneemassen, die unsere Hallendächer aushalten könnten, sind in den vergangenen Jahren in Dresden nicht mehr gefallen, auch jetzt nicht", sagt Bäder-Chef Matthias Waurick (58).

Schneebruch bei Bäumen ist laut Grünflächenamt ebenfalls kein Thema. Obwohl die Schneemenge an sich bislang kein Problem ist, musste die Feuerwehr in den vergangenen Tagen mehrfach ausrücken.

In der Zirkusstraße mussten große Eiszapfen und in der Rugestraße ein Schneebrett von einem Dach entfernt werden.

Bautzner Feuerwehr schiebt Schnee vom Schuldach

Mit der Drehleiter ging es für die Bautzner Feuerwehr hoch auf das Schuldach. In luftiger Höhe schippte diese dann den Schnee (r).
Mit der Drehleiter ging es für die Bautzner Feuerwehr hoch auf das Schuldach. In luftiger Höhe schippte diese dann den Schnee (r).  © Bildmontage: Toni Lehder/LausitzNews

Montag füllen sich die Klassenzimmer wieder. Und so musste am Donnerstag schon mal die Feuerwehr für Sicherheit sorgen.

In Bautzen hatte sich auf dem Dach der Max-Militzer-Grundschule eine dicke Schneeschicht gebildet, rutschende Schneebretter drohten.

Damit diese nicht die bald wieder anrückenden Schüler verletzen, fuhren die Kameraden mit Drehleiter und Schneeschieber aufs Dach.

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Es war nicht der einzige Wintereinsatz in der Spree-Stadt: In der Schulstraße hatten sich schwere Eiszapfen an einem Dach direkt über dem Bürgersteig gebildet.

Auch hier wurde die Gefahr per Drehleiter gebannt.

Titelfoto: Bildmontage: Steffen Füssel & Toni Lehder/LausitzNews

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