Ferkel-Hitzetransport bei Dresden: PETA erstattet Strafanzeige

Dresden - Zwei Wochen nach dem rumänischen Tiertransport, der in der Öffentlichkeit für Aufsehen sorgte, hat die Tierschutzorganisation PETA nun Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Dresden erstattet.

Bei Gluthitze waren 800 Schweine in einem Laster eingepfercht, der auf der A17 von der Polizei kontrolliert wurde.
Bei Gluthitze waren 800 Schweine in einem Laster eingepfercht, der auf der A17 von der Polizei kontrolliert wurde.  © Roland Halkasch

800 Ferkel hätten qualvoll sterben können, wenn die Polizei nicht rechtzeitig eingegriffen hätte.

Die Tiere wurden Ende Juni bei hochsommerlichen Temperaturen, welche über den erlaubten gesetzlichen Vorgaben von 30 Grad lagen, in einem Truck gefunden.

Neben der Tatsache, dass der Laster völlig überhitzt war, hatte die Trinkvorrichtung für die Schweine auch noch einen Defekt.

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Kameraden der Feuerwehr kühlten den Transporter mit Wassernebel, um es den Tierkindern angenehmer zu machen.

Die Weiterfahrt des Hitze-Lkw wurde vom Veterinäramt Pirna untersagt.

Inzwischen hat die Tierrechtsorganisation PETA reagiert: Wie aus einer Pressemitteilung hervorgeht, wurde eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Dresden eingereicht.

Zudem fordern die Tierschützer ein ausnahmsloses Verbot von kommerziellen Tiertransporten, da bis heute "zahlreiche Unternehmen stundenlange Tiertransporte auch bei Rekordhitze" durchführen würden.

Deutschlands größte Tierrechtsorganisation PETA fordert ein generelles Verbot von kommerziellen Tiertransporten.
Deutschlands größte Tierrechtsorganisation PETA fordert ein generelles Verbot von kommerziellen Tiertransporten.  © airubon/123RF

Bis heute würden viele Schweine kein artgerechtes Leben erfahren, stellt PETA klar. Die überzüchteten Tiere müssten ihr Dasein in kahlen Produktionshallen fristen, die geschlossenen Stallsysteme seien oft völlig verdreckt.

"Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten", so die Tierrechtsorganisation.

Titelfoto: airubon/123RF

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