Feuerwehreinsatz an Marienbrücke: Fußgänger stürzt in Elbe

Dresden - Am späten Freitagabend ist es unter der Dresdner Marienbrücke zu einem Feuerwehreinsatz gekommen. Ein wohl betrunkener Mann war ins Flussbett der Elbe gestürzt und konnte sich aus der Lage nicht mehr selbst befreien.

Die Einsatzkräfte an der Marienbrücke in Dresden.
Die Einsatzkräfte an der Marienbrücke in Dresden.  © Roland Halkasch

Gegen 22.40 Uhr trafen die Kameraden der  Berufsfeuerwehr der Wachen Löbtau und Albertstadt sowie Beamte der Polizeidirektion Dresden an der Marienbrücke ein.

Der Mann war scheinbar aufgrund seines Alkoholpegels von der Ufermauer etwa drei Meter ins flache Wasser am mit Steinen belegten Elbufer gestürzt. Es musste sofort gehandelt werden.

Bei dem Sturz verletzte er sich wohl so sehr, dass er sich selbst nicht mehr retten konnte.

Feuerwehr und Polizei hieven Mann mit Drehleiter wieder an Land

Am Flussbett lag der Mann und konnte dies nur mithilfe der Einsatzkräfte wieder verlassen.
Am Flussbett lag der Mann und konnte dies nur mithilfe der Einsatzkräfte wieder verlassen.  © Roland Halkasch

Als die alarmierten Einsatzkräfte vor Ort ankamen, sicherten sie den Mann zunächst am Ufer ab.

Kurz darauf wurde eine Drehleiter so positioniert, dass ein sogenanntes Rollgliss - eine Art Flaschenzug - und eine Schleifkorbtrage an ihr befestigt werden konnten, die den Mann schließlich wieder nach oben bringen sollte.

Wenig später konnte dieser wie geplant hinauf und neben den Elberadweg gehoben werden.

Ermittlungen zur genauen Unfallursache laufen

Mit der Schleifkorbtrage und dem Rollgliss wurde der Mann wieder nach oben gezogen.
Mit der Schleifkorbtrage und dem Rollgliss wurde der Mann wieder nach oben gezogen.  © Roland Halkasch

Dort wurde er dem Rettungsdienst übergeben und von diesem medizinisch versorgt. 

Im Anschluss brachten die Helfer den Verletzten zur Sicherheit und etwaigen weiteren Untersuchungen in ein Krankenhaus.

Die Feuerwehr war zudem mit einem Boot und einem Schwimmer für den Einsatz vorbereitet. Beide musste allerdings nicht eingesetzt werden.

Weitere Informationen zum Alter und den genauen Hintergründen sowie Umständen des Sturzes sind derzeit noch nicht bekannt. Auch zur Schwere der Verletzung des Mannes konnte bislang keine weiterführende Aussage getroffen werden.

Ob der Mann von alleine abgestürzt war oder ob möglicherweise eine weitere Person involviert gewesen sei könnte, konnte auf TAG24-Nachfrage derzeit noch nicht beantwortet werden. 

Es ist wohl jedoch nur von einem Unfall ohne Fremdeinwirkung auszugehen. 

Die Ermittlungen der Polizei dauern entsprechend allerdings noch an.

Titelfoto: Roland Halkasch

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