Dresden - Was die Verwaltung an den Kiesseen in Leuben für den Schutz der Schwäne nicht tun wollte, übernahmen Tierschützer und stellten eine Absperrung um das Nest auf. Und siehe da - erstmals seit Jahren gibt es jetzt wieder Nachwuchs.
Schon lange stören Tierquäler die Schwäne an der Kiesgrube Leuben. Direkt neben den brütenden Tieren fanden sich immer wieder Müll- und Grillreste, auch Eier wurden immer wieder außerhalb der Nester vorgefunden.
Kein Wunder, dass der letzte Nachwuchs 2021 schlüpfte.
Trotz der Vorfälle hielt es die Verwaltung nicht für nötig, das Nest mit einem Absperrzaun zu schützen, wie es etwa andere Kommunen wie Bischofswerda erfolgreich vormachten.
Darum übernahmen vor wenigen Wochen Tierschützerin Carmen Breninek (44, "Tierrettung Dresden") und Wasserskianlagen-Betreiber Martin Riedel (53) den Job, schirmten das Nest mit Bauzäunen ab, was bei einigen Anglern nicht gut ankam.
Bauzaun-Aktion an Kiesgrube Leuben hatte Erfolg - ein Baby-Schwan ist da
Dennoch hatte die Aktion Erfolg: Ein Küken schlüpfte nun und dreht mit Mama und Papa Schwan bereits fleißig seine Runden.
"Wir freuen uns riesig", sagt Breninek. "Es wäre großartig, wenn wir das in den kommenden Jahren so fortführen könnten und es wieder regelmäßig Nachwuchs an den Kiesseen gibt."