Gymnasium Cotta: Umzugs-Chaos sorgt für Eltern-Ärger

Dresden - Das Verschieben der Winterferien sollte Sachsens Schülern eigentlich mehrere Wochen zusammenhängenden Unterricht ermöglichen. Bei den Abiturienten des Gymnasiums Cotta bewirkt es wohl das Gegenteil. Denn der für die ursprüngliche Ferienzeit geplante Umzug der Schule soll trotzdem stattfinden - sehr zum Ärger der Eltern.

Bis Sommer 2023 soll das Gymnasium Cotta am Terrassenufer untergebracht werden.
Bis Sommer 2023 soll das Gymnasium Cotta am Terrassenufer untergebracht werden.  © Eric Münch

Deshalb hat sich der Elternrat mit einem Schreiben an Oberbürgermeister Dirk Hilbert (49, FDP), Kultusminister Christian Piwarz (45, CDU), das Landesamt für Schule und Bildung und den Kreiselternrat gewendet.

Neben Entlastungen für die Lehrkräfte beim Umzug und der Einrichtung ihrer neuen Arbeitsplätze fordern die Eltern schnelles Internet für die heimischen Arbeitsplätze aller Lehrer und die "Vermeidung einer bloßen Beschäftigungstherapie in der Umzugswoche".

Die soll nach aktuellem Stand genau nach dem Ende des verlängerten Lockdowns am 15. Februar beginnen.

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Während die jüngeren Schüler also gar nicht erst in die Schule zurückkehren, bedeutet der Umzug für die Abiturienten ein ständiges Hin und Her. Auf zwei Wochen Schule folgen eine Woche Ferien, dann wieder eine Woche Schule und dann wieder eine Woche Home-Schooling während des Umzugs.

"Während der Woche sitzen die Schüler zu Hause und die Lehrer haben keine Zeit", befürchtet der Elternratsvorsitzende Mario Winkler. "Damit ist eine erhebliche Benachteiligung besonders für die Abschlussklassen bei ihrer Vorbereitung auf die Abiturprüfung verbunden."

Das Schulgebäude des Gymnasiums Cotta soll ab Ende Februar saniert werden. Deshalb muss die Schule raus.
Das Schulgebäude des Gymnasiums Cotta soll ab Ende Februar saniert werden. Deshalb muss die Schule raus.  © Thomas Türpe

Versuche der Schulleitung und des Rathauses, eine Sonderregelung für die Ferien zu erreichen, seien vom Land abgelehnt worden.

Titelfoto: Thomas Türpe

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