Hasspostings, Beschimpfungen, Gewalt: Stadt Dresden schießt gegen Corona-Leugner

Dresden - Mit einem emotionalen Facebook-Post hat sich die Stadt Dresden zur aktuellen Corona-Situation und zu Hasskommentaren in diesem Zusammenhang geäußert.

Die Stadt Dresden hat genug von Hatespeech, Beschimpfungen und Verschwörungstheorien.
Die Stadt Dresden hat genug von Hatespeech, Beschimpfungen und Verschwörungstheorien.  © Steffen Füssel

Seit Dienstag, als die Stadt in dem sozialen Netzwerk über eine neu eingesetzte nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte informiert habe, seien 1000 Kommentare dazu geschrieben worden.

"Darunter: Hasspostings, Hatespeech, Aufrufe zu Gewalt, Beschimpfungen, Antisemitismus, Verschwörungstheorien und die Behauptung, das Virus sei ja nicht so schlimm. Frei nach dem Motto: 'ICH habe die Weisheit mit Löffeln gefressen, alles andere ist MIR doch egal'", schrieb die Stadt am Mittwochnachmittag.

Während Menschen diese Kommentare hinterlassen hatten, seien in Dresden 15 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona gezählt worden.

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Dazu postete die Stadt ein Foto in einer Halle, in der wegen der Überlastung des Dresdner Krematoriums Platz für die Lagerung von Särgen geschaffen wurde.

"Wahrscheinlich löst auch das hier bei vielen nur Schulterzucken aus"

Am Mittwoch hatte die Stadt mitgeteilt, dass aktuell pro Werktag 80 Verstorbene in das Krematorium Dresden-Tolkewitz gebracht würden - normal seien in der Herbst- und Winterzeit 40 bis 60.

Titelfoto: Steffen Füssel

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