Helikopter fliegt mehrere Stunden über Sächsische Schweiz: Was war denn da los?

Bad Schandau - Es war bereits der zweite Einsatz dieser Art in diesem Jahr. Am Freitagabend flog ein Hubschrauber für mehrere Stunden über die Region Bad Schandau, die Nationalparkregion sowie auch die Sächsische Schweiz.

Zwei Polizeibeamte sowie ein Ranger des Nationalparks auf der Suche nach Zündlern.
Zwei Polizeibeamte sowie ein Ranger des Nationalparks auf der Suche nach Zündlern.  © Marko Förster

Der entsprechende Grund hierfür war schnell ausgemacht: Zwischen 19 und 23.30 Uhr war mächtig Getöse in der Luft - und am Boden.

Insgesamt 25 Beamte der Polizeidirektion Dresden waren gemeinsam mit zehn Park-Rangern unterwegs, um Ausschau zu halten nach möglichen illegalen Feuern im Nationalparkgebiet.

Zur traurigen Wahrheit gehört einerseits, dass es immer wieder zu solch illegalen Bränden im Nationalpark Sächsische Schweiz, aber auch in anderen Wäldern, kommt und man andererseits auch dieses Mal zwei "Feuerteufel" entdeckte.

Mit dabei und einen großen Anteil, die illegalen "Zündler" ausfindig zu machen, war in beiden Fällen ein Helikopter, der aus der Luft mit Wärmebildkameras die Feuerstellen ausfindig machen konnte und das entsprechende Personal am Boden somit nachfolgend anwies.

Zweite Feuerrazzia wieder von "Erfolg" gekrönt

Der Hubschrauber erkannte mithilfe einer Wärmebildkamera zwei Feuerstellen.
Der Hubschrauber erkannte mithilfe einer Wärmebildkamera zwei Feuerstellen.  © Marko Förster

Die nach dem 2. Mai zweite Feuerrazzia in diesem Jahr endete somit traurigerweise wieder einmal "erfolgreich". Glücklicherweise passierte trotz der Vorfälle nichts, es gab keine größeren Schäden.

Jedoch ist die immense Gefahr eines Waldbrandes, insbesondere im Sommer und in Zeiten, in denen es recht trocken ist, im wahrsten Sinne des Wortes immer brandgefährlich.

Ein Waldbrand würde sich in Windeseile ausbreiten und wäre nur schwer zu kontrollieren.

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Zudem würde einiges an Bäumen sowie der Lebensraum der dort lebenden Tiere unnütz in Gefahr gebracht oder gar zerstört werden.

Am Quirl - in der Nähe von Königstein - konnten zwölf Personen ausgemacht werden, die es sich um ein entsprechendes Feuerchen gut gehen ließen. 

So entspannend und schön das in der Regel auch sein mag, ist es noch immer schlicht verboten.

Wärmebildkamera schlägt zwei Mal an

Auch wenn diese Feuerstelle nicht sonderlich groß ist, der Schaden, den sie anrichten könnte, wäre es wohl.
Auch wenn diese Feuerstelle nicht sonderlich groß ist, der Schaden, den sie anrichten könnte, wäre es wohl.  © Marko Förster

Wenig später entdeckten die Einsatzkräfte ein zweites Feuer. Zwei Personen hatten es sich zwischen Kleingießhübel und Zschirnstein gemütlich gemacht. 

Auch hier Schritten Ranger und Polizisten ein.

Die Feuer wurden vor Ort gelöscht, es soll eine Anzeige nach der Nationalparkverordnung geben.

Auch wenn es anschließend stark zu regnen begann, blieben die Einsatzkräfte bis kurz vor Mitternacht auf der Hut.

Auf Ordnungswidrigkeiten drohen empfindliche und drakonische Strafen. Der Grund ist klar.

Wohl eine weggeworfene Zigarette löste zu Pfingsten zum Beispiel einen 100-Quadratmeter-Brand an den Schrammsteinen aus.

Titelfoto: Marko Förster

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