"Hüter der Elbe" haben sich neu aufgestellt: Sie kümmern sich um Schilder, Deiche, Rinne

Dresden - Alles neu beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA): Zwar hat Dresden kein eigenständiges Amt mehr, dafür gehört der Standort nun zur größten Schifffahrts-Behörde Deutschlands. Das neue WSA Elbe sorgt nun dafür, dass auch künftig große Pötte problemlos über die Elbe schippern können.

Damit die Schifffahrt reibungslos funktioniert, wird auf der Elbe regelmäßig gebaggert und gewartet.
Damit die Schifffahrt reibungslos funktioniert, wird auf der Elbe regelmäßig gebaggert und gewartet.  © Ove Landgraf

Das neue Amt, zu dem die Landeshauptstadt gehört, ist das größte von insgesamt 17 neuen Wasserstraßen- und Schifffahrtsämtern, die im Rahmen einer Verwaltungsreform zusammengeführt wurden.

Bislang waren es 39 Ämter. Das neue Amt entstand aus den Standorten Dresden, Magdeburg und Lauenburg.

Der "Hüter" dieser Wasserstraßen ist Tjark Hildebrand.

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Fünf Jahre lang war er Leiter des WSA Magdeburg, heute kümmert er sich um alle Wasserstraßen von Sachsen bis nach Schleswig-Holstein. "Dresden-Pieschen ist zuständig für 290 Kilometer Elbe von der Grenze zu Tschechien bis zur Einmündung der Saale bei Barby", sagt der Leiter des WSA.

2021 ist einiges am Standort Dresden geplant: "Im Stadtbereich hier in Dresden zum Beispiel die Sanierung der Brückenbögen an der Augustusbrücke", sagt Hildebrandt.

Elbe-Leiter Tjark Hildebrandt.
Elbe-Leiter Tjark Hildebrandt.  © Ove Landgraf
Etwas unscheinbar: der WSA-Standort in Dresden-Pieschen.
Etwas unscheinbar: der WSA-Standort in Dresden-Pieschen.  © Ove Landgraf

Schwimmender Bagger erneuert Reflektoren an der Augustusbrücke

An der Augustusbrücke wurden jüngst die Reflektoren erneuert.
An der Augustusbrücke wurden jüngst die Reflektoren erneuert.  © Ove Landgraf

In den vergangenen Tagen hatte ein schwimmender Bagger die Reflektoren an den Brückenpfeilern erneuert. Außerdem werden regelmäßig Kies- und Sandbänke mit schwimmenden Baggern aus der Fahrrinne der Elbe beseitigt.

Tjark Hildebrandt möchte besonders den Hafen in Riesa hervorheben, der für den Welthandel vieler Unternehmen in Sachsen und Tschechien "lebensnotwendig" sei.

"Deshalb ist auch sehr wichtig, dass die - während immer wieder eintretender Niedrigwasserphasen zu verzeichnenden - punktuellen schlechten Bereiche in der Fahrrinne beseitigt werden."

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Die Verbesserung dieser Fehlstellensituation sei ein wesentlicher verkehrlicher Bestandteil des "Gesamtkonzeptes Elbe".

Dieses Projekt wurde 2017 vom Bundestag verabschiedet und soll alle 600 Kilometer fit machen für die Zukunft.

Neue WSA Elbe kümmert sich um über 600 Kilometer Elbe

Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch in puncto Erholung, soll's vorangehen: "Wir verzeichnen in Sachsen ein gestiegenes Interesse an Fahrgastschifffahrt und Wassersport wie Kanusport, Rudern, Surfen, Wasserskilaufen, Angeln etc.", so Hildebrandt. Dafür soll eine entsprechende Infrastruktur geschaffen werden.

Das neue WSA Elbe kümmert sich um über 600 Kilometer Elbe. Dazu gehören außerdem 47 Schleusenkammern und 51 Wehranlagen, über 1100 Kilometer Binnenwasserstraßen, rund 260 Kilometer Dämme und Deiche sowie 7000 Flussbuhnen.

Titelfoto: Ove Landgraf

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