Impfzentrum Dresden öffnet wieder

Dresden - Verfehlt: Die sächsischen Arztpraxen und Krankenhäuser schaffen die Zielvorgabe von 100.000 wöchentlichen Impfungen nicht. Nun reagiert die Staatsregierung und stockt die Impfteams weiter auf. Auch das Impfzentrum Dresden öffnet wieder.

Comeback - das Impfzentrum auf der Messe Dresden wird wiedereröffnet.
Comeback - das Impfzentrum auf der Messe Dresden wird wiedereröffnet.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Immer mehr Menschen in Sachsen wollen sich impfen lassen. Gleichzeitig impfen viel zu wenige Ärzte. Laut Gesundheitsministerium bieten nur rund 1800 von insgesamt 4500 sächsischen Arztpraxen die Möglichkeit einer Corona-Schutzimpfung.

In der vergangenen Woche schafften die sich beteiligenden Praxen genau 63.714 Impfungen - an Spitzentagen bis zu 19.000. Damit sei das Ziel von 100.000 Impfungen pro Woche verfehlt, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) und appellierte an die Ärzteschaft, sich zu beteiligen.

Um den Regelbetrieb, also die niedergelassenen Ärzte und Kliniken, zu unterstützen, legt die Staatsregierung bei den mobilen Teams noch einmal nach. Ab 1. Dezember sollen mit den aufgestockten Kapazitäten 3000 weitere Impfungen (aktuell: 6000) täglich möglich sein, so Köpping. Ein Beschluss dazu solle in der kommenden Woche gefasst werden.

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Für Impfungen auf kommunaler Ebene stellt der Freistaat zwei Millionen Euro pro Landkreis und je vier Millionen Euro für die Großstädte Dresden, Leipzig und Chemnitz zur Verfügung. In Dresden wird das Impfzentrum auf der Messe wiedereröffnet, in Leipzig soll es vier mobile Impfpunkte in der Innenstadt geben.

Sachsen ist mit einer Quote von 59,9 Prozent bei den Erst- und 57,7 Prozent bei den Zweitimpfungen noch immer Schlusslicht in Deutschland (Erstimpfung: 70,6 Prozent, Zweitimpfung: 68 Prozent).

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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