Juwelenraub im Grünen-Gewölbe: Sachsens berühmtestes Fenster verrammelt

Dresden - Schildbürgerstreich oder blanker Aktionismus? 15 Monate nach dem spektakulären Juwelenraub im Residenzschloss in Dresden ist die Einbruchsstelle nun fachmännisch verrammelt.

Als erste Hürde hatten die Diebe das Gitter durchtrennt. Die Einstiegsstelle ist weiter nur provisorisch verschlossen.
Als erste Hürde hatten die Diebe das Gitter durchtrennt. Die Einstiegsstelle ist weiter nur provisorisch verschlossen.  © Norbert Neumann

Zwei Arbeiter verschraubten am Montag die beiden Fensterläden miteinander. Von innen wurde das Fenster nach Aussagen von Schlosshandwerkern bereits verblendet. "Da ist jetzt was davor", so die Auskunft.

Bei den Staatlichen Kunstsammlungen, zu denen das Historische Grüne Gewölbe gehört, verwies man auf die Zuständigkeit des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement.

"Keine Äußerungen zu baulichen und technischen Details", heißt es von dort. "Aufgrund des bestehenden Sicherheitskonzeptes."

Der Witz dabei: Das nun bestens gesicherte Fenster wird inzwischen von einer großen, gut sichtbaren Kamera am Sims der ersten Etage bewacht.

Die beleuchtete Werbetafel, in deren Schutz die Täter höchstwahrscheinlich über eine kleine Mauer klettern konnten, steht weiterhin.

Am Morgen des 25. November 2019 waren Diebe ins Erdgeschoss des Schlosses eingedrungen und hatten unschätzbar wertvollen Schmuck erbeutet.

Das verrammelte Fenster - oben links sieht man die Videokamera.
Das verrammelte Fenster - oben links sieht man die Videokamera.  © Norbert Neumann

Bislang sind vier der fünf mutmaßlichen Täter gefasst.

Titelfoto: Norbert Neumann

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