Kampf gegen Krebs: Dresden hat jetzt den OP-Saal der Zukunft

Dresden - Meilenstein im Kampf gegen den Krebs: Im Uniklinikum wurde ein 25 Millionen Euro teurer Neubau eröffnet, in dem die Erforschung der Krankheit mit der Versorgung von Patienten verknüpft werden soll. Herzstück ist ein "Operationssaal der Zukunft".

Im OP-Saal der Zukunft sind Instrumente und Geräte digital vernetzt, auch Daten und Bilder können auf Monitoren angezeigt werden, erleichtern Operationen.
Im OP-Saal der Zukunft sind Instrumente und Geräte digital vernetzt, auch Daten und Bilder können auf Monitoren angezeigt werden, erleichtern Operationen.  © Thomas Türpe

Freude am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT/UCC) im Uniklinikum. Nach drei Jahren Bauzeit startete Montag der Betrieb in dem neuen vierstöckigen Gebäude. 200 forschende Ärzte und Wissenschaftler arbeiten darin am Kampf gegen Krebs

"Das kommt auch unseren Patienten unmittelbar zugute. Sie profitieren im Rahmen von Studien von neuesten Methoden zur Diagnose und Therapie", sagte Klinikums-Chef Michael Albrecht (70) erfreut.

Herzstück ist ein Operationssaal, den Ministerpräsident Michael Kretschmer (45, CDU) am Montag den aktuell "weltweit modernsten Experimentier-OP" nannte. Moderne Instrumente und Geräte sind miteinander vernetzt. 

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Hochpräzise Bildgebungsmaschinen wie PET-MRT sollen etwa kleinste Tumore aufspüren, die anatomische Landkarte des Patienten direkt den Ärzten im OP-Saal angezeigt werden. 

Moderne Technik: Die Leiterin der Bildgebungsplattform Esther Troost (42) am Computertomographen.
Moderne Technik: Die Leiterin der Bildgebungsplattform Esther Troost (42) am Computertomographen.  © Thomas Türpe

Nur Heidelberg bietet vergleichbares Zentrum

Ein Meilenstein: In dem 25-Millionen-Euro-Bau werden rund 200 Experten im Kampf gegen den Krebs arbeiten.
Ein Meilenstein: In dem 25-Millionen-Euro-Bau werden rund 200 Experten im Kampf gegen den Krebs arbeiten.  © Thomas Türpe

Ziel ist es auch, mögliche Komplikationen vorherzusagen, OP-Zeiten zu verkürzen, die Strahlentherapie zu verbessern.

Statt Menschen wird im Super-OP mit Dummys operiert und gearbeitet. Die gewonnenen Erkenntnisse können aber für echte Operationen nebenan genutzt werden. 

Wissenschaftler sammeln auch Daten für robotergestützte Chirurgie. Im Haus wurden 28 Behandlungsplätze für Therapien eingerichtet.

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Ein vergleichbares Zentrum gibt es in Deutschland bislang nur in Heidelberg. Der Freistaat machte dafür 22 Millionen Euro locker. 

Thomas Rachel (58) vom Bundesforschungsministerium lobte Dresden als Standort, der die Behandlung von Krebspatienten in den neuen Bundesländern verändern und die Lebensqualität verbessern werde. 

Titelfoto: Thomas Türpe

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