Keine Büros in der Ratsherrenstube: August-Theater ist gerettet

Dresden - Endlich! Das August-Theater im Pieschener Rathaus ist gerettet. Weil die Stadt das Amt sanieren wollte, sollten die Theaterleute aus der ehemaligen Ratsherrenstube vertrieben werden. Nach einer Reihe von Peinlichkeiten kommt nun endlich die Wende.

Puppenspieler Kästner-Kubsch darf im Pieschener Rathaus bleiben.
Puppenspieler Kästner-Kubsch darf im Pieschener Rathaus bleiben.  © Thomas Türpe

"Wir haben eine machbare Lösung für den Wunsch des Stadtrates gefunden, die Spielstätte zu erhalten", sagt Baubürgermeister Stephan Kühn (41, Grüne).

In der Ratsherrenstube wird weiter Theater gespielt. Das Bürgerbüro bleibt ebenfalls in seinen Räumen - und erhält einen barrierefreien Zugang. Zusätzliche Arbeitsplätze werden in einem Nebengebäude untergebracht. Kosten: 100.000 Euro. Baubeginn könnte im August 2021 sein.

Vorher wollte die Stadt im Ratssaal eigentlich Amtsstuben einrichten. Versuche, das Theater im Haus zu retten, wurden blockiert. Mehr noch: Die Theaterleute Randi (65) und Grigorij Kästner-Kubsch (64) erfuhren per Anrufbeantworter, dass ihnen gekündigt wird:

Eine Dame vom Amt wollte mit ihnen über die Suche nach einer neuen Spielstätte sprechen. Zudem kündigte die Stadt, als der Rauswurf politisch kaum mehr haltbar war.

Nun die Kehrwende: "Das ist sehr positiv. Wichtig ist, dass wir in die neuen Pläne nun mit einbezogen werden", so Grigorij Kästner-Kubsch.

Grigorij Kästner-Kubsch (64) und Ehefrau Randi (65) in der einstigen Ratsherrenstube.
Grigorij Kästner-Kubsch (64) und Ehefrau Randi (65) in der einstigen Ratsherrenstube.  © Thomas Türpe

Und: "Noch ist die Kündigung nicht zurückgezogen."

Titelfoto: Thomas Türpe

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